Die Betriebsfussballmannschaft des VEB Stahl- und Walzwerk Riesa, DDR 1950er Jahre.
Foto: imago images/United Archives

Berlin - Europa sehen und … nein, nicht sterben, eher den Großen der Branche ein Schnippchen schlagen. Seine Visitenkarte im Europapokal abzugeben, und sei sie ansonsten noch so farblos, also ohne Meistertitel oder Pokalsieg im Briefkopf, war im DDR-Fußball so etwas wie ein Ritterschlag. Vor allem dann, wenn man nicht zu den elf etablierten Klubs gehörte. Dann dröhnte dieser Schlachtruf, der ähnlich knallig daherkam wie das „Eisern Union!“ aus Köpenick, schon mal durch manche internationale Arena: Staaahl … Feuer!

Nichts, wirklich nichts erinnert in Brandenburg, Eisenhüttenstadt und Riesa an die ziemlich erfolgreiche Vergangenheit mit Auftritten sogar auf Europas Bühne. Mit etwas gutem Willen nur weht ein Hauch davon über dem damaligen Ernst-Grube-Stadion in Riesa, das 16 Spielzeiten in der Oberliga erlebte, wo neben den Haudegen Reinhard Hauptmann und Johann Ehl danach vor allem die von Dynamo Dresden ausgemusterten Stars die Ehre retteten, aber auch Nationalspieler hervorgingen wie der 1974er WM-Teilnehmer und 1976er Olympiasieger Lothar Kurbjuweit.

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