Berlin - Auch wenn die Füchse Berlin beim TVB Stuttgart noch ein Remis gerettet hatten, war die Stimmung mau. „In der ersten Halbzeit haben wir wirklich viel vermissen lassen. Wir zeigten nicht die Emotionen, nicht den Kampfgeist“, monierte Trainer Jaron Siewert. Vorstand Sport Stefan Kretzschmar fehlte beim 32:32 am Sonntag vor allem die Bewegung im Spiel. „Wir haben viel zu statisch gespielt. So war es eher Basketball als Handball“, sagte er.

Die Füchse wirkten lange müde und unkonzentriert, vielleicht auch geschuldet dem engen Spielplan und den Verletzungsproblemen. Siewert wollte das nicht als Entschuldigung gelten lassen. Zumal sein Team noch am Dienstag in der European League beim Sieg bei Wisla Plock eine andere Einstellung an den Tag legte. „Klar, wir haben einen hohen Rhythmus. Aber in Polen haben wir in einer ähnlichen Konstellation einen ganz anderen Fight gezeigt. Und das tut halt weh“, sagte er.

Verärgerung herrschte auch über die unberechtigte Rote Karte in der ersten Halbzeit gegen Marko Kopljar. „Wie kann man da bitteschön eine Rote Karte geben und so ins Spiel eingreifen. Das hat uns in der Abwehr wehgetan und im Angriff ohne Linkshänder dann auch limitiert“, kritisierte Siewert das Schiedsrichter-Duo. Kopljars Gegenspieler war ohne Fremdeinwirkung ausgerutscht.

Ohne Pause reisen die Füchse Berlin weiter in die Slowakei

Eine Pause gibt es für die Füchse nicht. Das Team reiste von Stuttgart gleich weiter in die Slowakei, wo es am Dienstag in der European League bei Tatran Presov antreten muss (20.45 Uhr/DAZN). „Es ist eine sehr, sehr kurze Abfolge für uns. Sie werden uns wieder mit einer offensiven Abwehr unter Druck setzen. Sind wir fünf Prozent müder als sonst, werden sie Tempogegenstöße laufen“, warnte Siewert. Mijajlo Marsenić fügte an: „Presov wird sicherlich motiviert sein, weil sie in dem, was wir am Sonntag gespielt haben, nach einer Chance suchen werden.“ Aber wenn die Füchse das Spiel in der Abwehr verbessern, werde sein Team keine Probleme haben, glaubt der Kreisläufer.