Waynesville - Seit über neun Monaten geht das nun schon so. Jeden Tag hat Stefan Ustorf Kopfschmerzen, mal stärker, mal schwächer, mal früher, mal später. Je mehr er sich anstrengt, desto zeitiger und heftiger überfallen sie ihn. Es ist ein Mittwochmittag im September, Ustorf sitzt auf einer Holzbank an einem Holztisch, die Sportsbar am Rande von Waynesville im US-Bundesstaat ist gut gefüllt. Die Menschen strömen zum Essen hinein, um ihn herum wird es lauter, auf den Flachbildfernsehern an der Wand flackert US-Sport.

Eine Situation, die für sein Wohlbefinden eigentlich Gift ist. „Aber ich habe keine Lust, nur zu Hause auf der Couch zu liegen“, sagt er. Ustorf bestellt sich ein mit Fleisch gefülltes Fladenbrot und eine Cola, der Besuch in dem Lokal wird nur rund 20 Minuten dauern – aus gutem Grund. „Zehn Minuten länger, und es wäre wieder nahezu unerträglich geworden“, sagt er. Wegen einer schweren Gehirnerschütterung hat sein Kopf Probleme, die Vielzahl an Informationen auf einmal zu bewältigen. Er muss härter arbeiten als ein gesunder – und das tut irgendwann weh.

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