Das kann er doch nicht machen, werden die einen sagen, die anderen: Das muss er machen. Die einen sind die betroffenen Fans, die Anhänger des 1. FC Union, die durch die am Dienstagabend in die Welt gebrachte Nachricht Gewissheit haben, dass die Identifikationsfigur ihres Klubs doch tatsächlich in Zukunft andere Farben tragen wird. Die anderen, die neutralen Beobachter, können hingegen nur allzu gut nachvollziehen, dass dieser hoch veranlagte Fußballprofi eine neue Herausforderung sucht, dass er die Chance, von einem ambitionierten Zweitligaklub zu einem ambitionierten Champions-League-Teilnehmer wechseln zu können, nicht verstreichen lassen konnte. Ja, es ist Tatsache: Steven Skrzybski verlässt den 1. FC Union, spielt künftig für den FC Schalke, für den die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 3,5 Millionen natürlich nur ein Klacks ist.

Um 20.43 Uhr schickten die Eisernen gestern eine offizielle Erklärung in die Runde. Darin ließ sich Klub-Präsident Dirk Zingler wie folgt zitieren: „Wir haben uns sehr bemüht, Steven bei uns zu behalten und wussten, dass es einen Spezialfall gibt. Dieser ist nun eingetreten und wer Steven kennt, weiß, dass dieser Wechsel ihm sehr viel bedeutet. Ich habe vor einigen Wochen gesagt, dass wir seine Entscheidung respektieren und ihn, egal wie sie ausfällt, unterstützen. Genau das möchte ich nun auch tun und ihm zum Erreichen eines außerordentlichen sportlichen Ziels beglückwünschen. Danke für die Zeit bei uns alles Gute auf Schalke, Steven.“ Auch eine Stellungnahme von Skrzybski, der bei den Knappen einen bis Juni 2021 datierten Vertrag unterschrieben hat, war anbei. Wir zitieren: „Jeder kann sich vorstellen, dass ich mir die Entscheidung nicht leichtgemacht habe. Union zu verlassen, ist für mich ein besonderer Schritt und natürlich spielt mein neuer Verein dabei eine ganz entscheidende Rolle. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Schalke 04 mich schon immer fasziniert hat. Jetzt dorthin zu wechseln, ist die Erfüllung eines großen Traumes.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.