Das Wimpernkleben vor dem Wettkampf tut Antonia Wiedorn gut. Die junge Sportlerin wird die Lider ihrer Teamkolleginnen aufmotzen, damit sie an diesem Wochenende den Preisrichtern im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding schöne Augen machen können. „Kurz vor dem Wettbewerb bin ich immer sehr aufgeregt, das Wimpernkleben lenkt mich ab“, sagt sie. Eigentlich müsste Antonia Wiedorn nicht nervös sein. Denn es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ihre Mannschaft nicht Deutscher Junioren-Meister im Synchroneiskunstlaufen wird – wie nahezu immer in den vergangenen 15 Jahren. Denn diesmal geht das Team Berlin Juniors völlig ohne Konkurrenz an den Start.

In nicht einmal zehn deutschen Städten gibt es Mannschaften, die diese recht junge Sportart praktizieren. Allerdings haben die meisten keine Junioren-Teams. Erfunden wurde der Formations-Eiskunstlauf Mitte der Fünfzigerjahre in den USA als Pausenprogramm bei Eishockeyspielen. Seit 1976 werden internationale Wettbewerbe veranstaltet, seit 16 Jahren Weltmeisterschaften ausgetragen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.