Teamchef Denk um deutschen Radsport besorgt

Radsport-Manager Ralph Denk sorgt sich um den Nachwuchs im deutschen Radsport und fordert von der Politik mehr Unterstützung.

ARCHIV - Ralph Denk ist der Teamchef des Bora-hansgrohe-Radrennstalls.
ARCHIV - Ralph Denk ist der Teamchef des Bora-hansgrohe-Radrennstalls.Clara Margais/dpa

Palma de Mallorca-Radsport-Manager Ralph Denk sorgt sich um den Nachwuchs im deutschen Radsport und fordert von der Politik mehr Unterstützung.

„Mir tut es im Herzen weh, wenn ich bei uns in der Region zu Radrennen gehe, sofern es überhaupt noch welche gibt. Da haben wir in der U17 oder U15 ein Starterfeld von nicht einmal zehn Fahrern. Das ist eigentlich sehr, sehr traurig“, sagte Denk im Rahmen des Trainingslagers seines Bora-hansgrohe-Radrennstalls auf Mallorca und meinte: „Die Politik wünscht sich immer die goldenen Medaillen bei den Olympischen Spielen. Wenn man die haben will, muss man ganz unten anfangen.“

Das Hauptproblem sei, dass es kaum mehr Rennen gebe. Da müsse eine Lösung mit der Politik gefunden werden, das betreffe auch ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren. „Radrennen im Nachwuchsbereich sind die Basis für das, was wir im Profibereich vollenden. Das muss geändert werden“, so Denk.

Für den deutschen Profi-Radsport war 2022 das schlechteste Jahr seit der Jahrtausendwende. Insgesamt fuhren die deutschen Radprofis nur 29 Siege ein. Das sind noch einmal 22 Erfolge weniger als 2021. In früheren Jahren waren es teilweise mehr als 100 Erfolge pro Jahr.