- Terrence Boyd hat mit seinem Kopfballtreffer in der Nachspielzeit für den 1:0 (0:0)-Derbysieg seines Halleschen FC gegen den 1. FC Magdeburg gesorgt. Mit dem ersten Erfolg im Jahr 2021 kletterten die Hallenser am Samstag in der Tabelle der 3. Fußball-Liga vom neunten auf den achten Platz. Der 1. FCM rutschte nach der ersten Niederlage in diesem Jahr wieder in die Abstiegszone.

Die Magdeburger, die mit dem Rückenwind von zwei Auswärtssiegen an die Saale gereist waren, begannen selbstbewusst. Doch die sehr gut formierte hallesche Abwehr ließ in den ersten 45 Minuten nur eine Chance zu. Der Kopfball von Korbinian Burger (27.) ging dabei am langen Pfosten vorbei. Die besseren Möglichkeiten hatten die Hausherren. Michael Eberwein (17.) köpfte den Ball freistehend aus fünf Metern vorbei. Den Schuss von Boyd (24.) aus zehn Metern lenkte FCM-Verteidiger Brian Koglin zur Ecke.

Acht Minuten nach dem Seitenwechsel zwang Sebastian Jakubiak HFC-Keeper Kai Eisele mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade. Auf der Gegenseite war Magdeburgs Torwart Morten Behrens beim Versuch von Julian Guttau auf dem Posten. Eberweins Schuss (75.) ging nur knapp am Gehäuse der Gäste vorbei. Nach einem schweren Fehlpass von Papadopolous hatte der eingewechselte Andreas Müller (78.) den Siegtreffer für Magdeburg auf dem Fuß, schoss aber am langen Eck vorbei. Das entscheidende Tor gelang dann dem 29 Jahre alten Boyd mit seinem zehnten Saisontreffer.

Zwei Ex-Unioner glänzen im Spiel zwischen Dresden und Kaiserslautern

Und auch Dynamo Dresden ist mit einem Sieg in die Rückrunde der 3. Fußball-Liga gestartet. Der Spitzenreiter bezwang am Samstag trotz eines zweimaligen Rückstands den 1. FC Kaiserslautern mit 4:3 (2:1). Ex-Unioner Kenny Prince Redondo (13./58.) hatte die Gäste je zweimal in Führung gebracht, Kevin Ehlers (46./Eigentor) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch Christoph Daferner (32.), der ebenfalls Ex-Unioner Philipp Hosiner (45./82.) und Ransford Königsdörffer (74.) drehten die Partie für das Team von Markus Kauczinski gleich zweimal.

Auf dem noch leicht angefrorenen Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion hatten die Hausherren mehr vom Spiel. Trotz der diszipliniert verteidigenden Gäste spielte sich Dynamo mehrfach gute Einschussmöglichkeit hinaus, musste sich aber gegen den ein oder anderen Konter der Roten Teufel erwehren.

Einen dieser Tempogegenstöße nutzte Redondo zur frühen Gäste-Führung. Dresden ließ sich jedoch nicht beirren und drehte durch sein Sturmduo Daferner und Hosiner, die sich jeweils gegenseitig den Ball auflegten, den Rückstand zu Pausenführung. Nach dem Wiederanpfiff erwischte das Team von Jeff Saibene Dresden gleich zweimal eiskalt. Doch Königsdörffer und Hosiner sorgten letztlich für einen verdienten Heimsieg des Tabellenführers.

Hansa Rostock besiegt Duisburg

Auch Verfolger Hansa Rostock hat den vierten Auswärtssieg der Saison in der 3. Fußball-Liga gefeiert. Das Team von Trainer Jens Härtel kam am Samstag zu einem 2:1 (2:1) beim MSV Duisburg und festigte nach dem dritten Dreier in Serie die Position im oberen Tabellendrittel. Manuel Farrona Pulido (6. Minute, 29.) erzielte beide Tore für die Mecklenburger, Arne Sicker (34./Handelfmeter) traf für den Vorletzten.

Mit dem frühen Führungstor erwischten die stark ersatzgeschwächten Hanseaten, die auf zahlreiche verletzte Stammspieler verzichten mussten, einen Start nach Maß. Pulidos Treffer war allerdings äußerst glücklich, weil sein Schuss unhaltbar für Duisburgs Torhüter Leo Weinkauf abgefälscht wurde.

Nach einer knappen halben Stunde legte der Rechtsaußen, der nur wegen der vielen Ausfälle in die Startelf gerückt war, mit seinem dritten Saisontor nach. Vorlagengeber war erneut Nico Neidhart. Der Schuss von der Strafraumgrenze schlug im rechten Dreiangel ein.

Eine Vorentscheidung war Pulidos Doppelpack allerdings nicht, weil Sickers Anschlusstreffer nach einem von Jan Löhmannsröben verursachten Handelfmeter den Duisburgern die Hoffnung auf eine Wende ließ. Hansas Defensive erwies sich in der Folge allerdings wie meist in dieser Saison als ziemlich sattelfest und gestattete den Hausherren kaum eine verheißungsvolle Einschussmöglichkeit. Und wenn doch, war Keeper Markus Kolke der gewohnt sichere Rückhalt.