Luckenwalde - Die Abwehrspieler des 1. FC Union taten beim finalen Test vor der Wiederaufnahme des Ligabetriebs alles, damit keine Zweifel an ihrem Trainer aufkamen. Der hatte nämlich zuvor Daniel Mesenhöler zum neuen Stammkeeper gekürt, und weil die Defensivabteilung vor allem in der ersten Hälfte beim 1:1 (0:0) gegen den FC Ingolstadt unsicher auftrat, konnte der Torwart mehrfach die Hoffnung schüren, dass sich André Hofschneider für den richtigen Rückhalt entschieden hat.

„Ich bin ganz zufrieden, ich konnte einige Bälle halten“, sagte Mesenhöler hinterher. In der ersten Hälfte, die zeitweise nur aus einem Duell zwischen Ingolstadts Angreifer Dario Lezcano und Unions Torhüter bestand, machte er reihenweise gute Gelegenheiten zunichte, mal mit dem Fuß, mal per Flugparade, mal cool abwartend. „Er ist mit einer Euphorie ins Spiel gegangen“, erkannte Hofschneider.

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Geschehen etwas öfter in die gegnerische Hälfte, Steven Skrzybski erzielte per Handelfmeter die Führung (77.). Dass die Gäste nach einer Ecke noch zum verdienten Ausgleich kamen, wurmte Hofschneider. Ansonsten war er froh über die kurzfristige Verlegung nach Luckenwalde − um den heimischen Rasen zu schonen − und den Schneefall. „Hier haben wir nicht die bequemen Bedingungen wie bei uns. Alles war rundherum passend. Wir haben Winter. Darauf galt es, sich einzustellen.“ In Kiel wird es am Dienstag (20.30 Uhr) wohl ähnlich ungemütlich.