Berlin - Tim Focken zweifelt. Er hält es für keine gute Idee, noch einmal nach Afghanistan zurückzukehren, im Spätsommer 2010. Focken ist mit Leidenschaft Soldat, er identifiziert sich mit der Bundeswehr. Er verbringt viel Zeit im Kraftraum, geht gern laufen. Doch über die Jahre geht da etwas verloren. Focken hat Kameraden in Kampfeinsätzen verloren. Er sieht, wie Freunde unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Er will sich nicht mehr so oft in Lebensgefahr bringen, er hat ein kleines Kind, doch er will seine Kameraden auch nicht im Stich lassen. Diesen einen Einsatz, den traut er sich noch zu.

Wenige Wochen später in Afghanistan. Tim Focken und andere Soldaten wollen eine Ortschaft einnehmen, aus der die Taliban Anschläge verüben. Sie geraten in ein Feuergefecht, sind umzingelt, stundenlang. Bei einem Stellungswechsel wird Tim Focken angeschossen. Der erste Rettungshubschrauber muss abdrehen, zu gefährlich, beim zweiten hat er fünfzig Sekunden Zeit für den Einstieg. Seine Operation später im Krankenhaus dauert 17 Stunden.

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