Berlin - Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Tokio will nun doch seine Volunteers impfen lassen. Dies erklärte OK-Chef Toshiro Muto am Dienstag. Bei den Sommerspielen werden rund 70.000 freiwillige Helfer an den Sportstätten tätig sein, hinzu kommen rund 30.000 im Stadtgebiet. „Speziell die Volunteers, die in die Nähe von Sportlern kommen, müssen wie diese behandelt werden“, sagte Muto. Zuletzt hatten rund 10.000 Volunteers aus Angst vor Corona auf ihren Einsatz verzichtet.

Die Zeit wird knapp

Die Zeit allerdings wird knapp. Die Spiele beginnen am 23. Juli. Um alle 70.000 Personen zweimal zu impfen, wird ein Zeitfenster von fünf Wochen benötigt. Der Impfvorgang müsste demnach spätestens in der kommenden Woche beginnen.

Japan hatte Anfang Juni mit der Impfung seiner Sportler, Trainer, Betreuer und Ärzte begonnen. Insgesamt sind dies rund 2500 Personen. Gespendet werden die Impfdosen von Pfizer/Biontech, das ist Teil einer Vereinbarung zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem US-Pharmariesen. Pfizer hatte angekündet, allen Olympia-Teilnehmern Impfdosen als Spende zur Verfügung zu stellen.

Ablehnende Haltung der Japaner

In Japan hat das Impftempo inzwischen angezogen, dennoch sind erst rund 3,5 Prozent der 126 Millionen Einwohner durchgeimpft. Angesichts dieser Situation ist die ablehnende Haltung der Japaner gegenüber Olympia nach wie vor groß.