TokioDie Spiele von Tokio gehen ihren Weg. Mitte Dezember bestätigte das japanische Organisationskomitee, dass der Fackellauf der um ein Jahr verschobenen Großveranstaltung erneut geplant sei. 859 Orte und damit jede der 47 Präfekturen des ostasiatischen Landes werden mit dem brennenden Stab durchquert. 10.000 Menschen werden die Fackel tragen, am 25. März soll es im zehn Jahre zuvor von einem Tsunami, Erdbeben und einer Reaktorkatastrophe heimgesuchten Fukushima losgehen. Am Abend des 23. Juli findet die Fackel dann ihren Weg ins Tokioter Olympiastadion, wo die Spiele damit eröffnet wären.

Nicht nur dieses Vorhaben klingt seltsam normal in einer Zeit, in der auch in Japan wieder täglich die Infektionszahlen mit Corona rasant ansteigen. Die Organisatoren von „Tokyo 2020“, das mittlerweile eigentlich zu „Tokyo 2021“ geworden ist, bemühen sich auch ansonsten um ein möglichst hohes Maß an gefühlter Normalität. So wurde Mitte Dezember freudig verkündet, dass die olympische Marathonstrecke in Sapporo nun genehmigt sei – während die führende Ärztevereinigung auf der Nordinsel Hokkaido, deren Hauptstadt Sapporo ist, gerade den pandemiebedingten Ausnahmezustand erklärt hat.

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