Berlin - Zum Schluss fällt der Name Fausto Coppi, und Giulia Tartaglione muss lachen. Denn vom anderen Ende der Leitung, aus Berlin, kommt ein: „Oh!“ Die Italienerin sitzt in Ruandas Hauptstadt Kigali vor ihrem Laptop. Es ist früher Morgen gegen halb acht. Es geht um die Frage, welche Beziehung sie persönlich zum Radsport hat. Schließlich hat Giulia Tartaglione gerade von ihrer Arbeit als Entwicklungshelferin in einem Radsport-Projekt erzählt. Nun erzählt sie von einem Radsport-Idol – Fausto Coppi. „Mein Urgroßvater“, sagt Giulia Tartaglione, „war sein Masseur.“ Biagio Cavanna bemerkte als Erster in den Dreißigern das Talent des späteren Tour-Siegers und Giro-Gewinners. „Und mein Großvater war ein Helfer von Coppi.“

Giulia Tartaglione selbst arbeitete früher im Stab des Giro d’Italia, einer der drei größten Rundfahrten weltweit. Inzwischen gehört sie zu einem Team der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das die Tour du Rwanda begleitet. Sie kümmert sich um die Amateure, die parallel zum Profirennen ihr eigenes Event haben. Die Rundfahrt dauert eine Woche, die 13. Auflage beginnt an diesem Sonntag und ist das wichtigste Ereignis im Land. „Radfahren hat in Ruanda den gleichen hohen Stellenwert wie Fußball in Italien“, sagt Giulia Tartaglione. Radfahren soll Ruanda voranbringen: die Gesellschaft, die Wirtschaft.

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