Dresden - Große Trauer in Fußball-Dresden. Klub-Ikone Jörg Stübner ist tot. Der 47-fache Nationalspieler der DDR verstarb überraschend im Alter von nur 53 Jahren. Zur Todesursache machte die Dresdner Polizei bisher keine Angaben. 

Der gelernte Maschinen- und Anlagenmonteurs begann seine Fußballkarriere bei Motor Halle, wechselte 1983 nach Dresden und spielte bei Dynamo bis 1993. 

Nach der Wende litt der ehemalige Mittelfeldspieler an Alkoholproblemen und Depressionen.„Stübs" wie er liebevoll von den Dynamo-Fans genannt wurde, lebte viele Jahre von Hartz IV. 

Sein ehemaliger Mitspieler und Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten zeigte sich auf Twitter betroffen.  

Sein letztes großes Spiel für die DDR bestritt Stübner am 12. September 1990 gegen Belgien (2:0). Seinen Aufstieg und Absturz zeigt die WDR-Dokumentation von Sport Inside.

Dresden-Boss Minge verneigt sich 

„Der Verlust von ,Stübs‘ macht mich tief traurig“, teilt  Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge am Dienstagmittag mit, 

Am Dienstagmittag äußerte sich auch Dynamos Sportgeportgeschäftsführer Ralf Minge, der von 1983 bis 1991 mit Stübner zusammenspielte. „Der Verlust von ,Stübs‘ macht mich tief traurig. Wir alle wissen um Jörg Stübners herausragenden Stellenwert als Aktiver. Und wir wissen um die Geschichte des Menschen hinter dem Fußballer." 

Minge weiter: „,Stübs‘ hatte seinen schwierigsten Kampf nicht auf dem Fußballfeld zu bestehen. Seit vielen Jahren wünschte er sich ein Leben ohne Medienöffentlichkeit – ein Wunsch, der viel zu selten respektiert wurde. Sein Schicksal ist deshalb auch eine Mahnung an uns alle. Dass ,Stübs‘ uns so früh verlassen hat, schmerzt unheimlich. Ich verneige mich vor seiner Lebensleistung und bin in Gedanken bei seiner Mutter und seinen engsten Angehörigen."