Köln - Es war in der Tat ein bemerkenswerter Auftritt von Herthas Javairô Dilrosun. Nahezu alles wollte dem 21 Jahre alten Niederländer an diesem Herbstabend in der Kölner Arena gelingen. Seine von hohem Tempo und feiner Technik getragenen Dribblings – unbändig. Seine Torabschlüsse – ein Genuss. Ja, der bei Ajax Amsterdam ausgebildete Flügelspieler hat das Zeug zum Ausnahmespieler. Siehe sein sagenhaftes Solo zum 1:0 am vergangenen Wochenende beim 2:1 im Olympiastadion gegen den SC Paderborn. Siehe seinen sagenhaften Schuss aus 25 Metern gestern Abend zum 1:0 in Köln, als er flugs ein kurzes Zuspiel von Vladimir Darida verarbeitete und dem Ball mit seinem linken Fuß so viel Tempo und so viel Effet mit auf den Weg gab, sodass Kölns Keeper Timo Horn noch nicht einmal zu einer Reaktion fähig war.

Man könnte Dilrosun nach diesem aufregenden 4:0 (1:0) der Hertha beim 1. FC Köln also getrost zum Mann des Abends küren, wenn es da nicht paar andere in den Reihen des Bundesligaklubs gegeben hätte, die genauso auffällig agierten wie der soeben hoch gelobte Angreifer. Die prächtige Tagesform vieler Einzelspieler fügte sich jedenfalls zu einer prächtigen Mannschaftsleistung, aus der Hertha-Trainer Ante Covic für sich eine große Genugtuung ableiten durfte. Da scheint sich vielleicht doch was zu entwickeln, aus Jung und Alt. Da scheint womöglich was in Schwung zu kommen, nachdem es nach den ersten Spielen der Saison doch schon ein paar Zweifel an der Befähigung des Bundesligatrainernovizen gegeben hatte. Covic gab sich aber bescheiden: „Mit ist wichtig, dass wir heute auswärts mal souverän aufgetreten sind. Dass wir das umgesetzt haben, was wir uns im Laufe der Woche im Training vorgenommen hatten. Ich bin froh, dass wir den nächsten Schritt gemacht haben.“

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