BerlinDie Eisbären haben den ersten Auswärtssieg in dieser Saison verpasst. Bei der Düsseldorfer EG mussten sich die Berliner trotz eines starken ersten Drittels und einer 3:0-Führung mit 4:5 (3:1, 0:0, 1:3, 0:1) in der Overtime geschlagen geben. 

Zunächst legten die Berliner einen nahezu makellosen Auftritt hin. Mit hohem Tempo, starkem Fore-Check und einer Serie an gelungenen Kombinationen schnürten die Eisbären die Hausherren eine Viertelstunde regelrecht ein. Kris Foucault nutzte gleich das erste Powerplay zum Führungstreffer (5.). Es war bereits sein fünftes Saisontor für den EHC.

Zwischenzeitlich wirkte es fast so, als wäre die DEG schwindelig gespielt. PC Labrie erhöhte auf 2:0 (14.), nachdem Marcel Noebels geschossen hatte und er im anschließenden Gewühl als Erster den abgeprallten Puck entdeckte und ins Tor stocherte. Und nur knapp zwei Minuten später erzielte Noebels wie Labrie zuvor seinen ersten Saisontreffer, nachdem ihm Leo Pföderl die Scheibe per No-Look-Pass mustergültig aufgelegt hatte.

Eisbären mussten zweimal in 3:5-Unterzahl spielen

Wie aus dem Nichts erzielte Jerome Flaake (18.) kurz vor der ersten Pause dann aber den Anschlusstreffer zum 1:3. Als wenig später die Eisbären fast zwei Minuten in 3:5-Unterzahl agieren mussten, hätte nicht viel gefehlt, dass der vermeintlich komfortable Vorsprung schon jetzt massiv dahingeschmolzen gewesen wäre.

Nach einem intensiven zweiten Drittel, in dem die Berliner erneut eine Zwei-Mann-Unterzahl überstehen konnten, sorgte Nicholas Jensen im Schlussabschnitt dann aber  für das 2:3 (44.) und eröffnete einen dramatischen Schlussabschnitt. Obwohl Mark Zengerle die Eisbären erneut mit zwei Toren in Führung gebracht hatte (48.), sorgte das für keine Ruhe im Berliner Spiel. EHC-Schlussmann Mathias Niederberger, der vor der Saison von Düsseldorf nach Berlin zurückgekehrt war, musste sich rund zehn Minuten vor dem Ende zum dritten Mal geschlagen geben. Maximilian Kammerer ließ sich von seinen Kollegen dafür feiern.  Zweieinhalb Minuten später gelang Ken André Olimb dann  der Ausgleich. In der Verlängerung sorgte Kammerer mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung zugunsten der Düsseldorfer.