Berlin - Ein bisschen muss sich Lukas Klünter zuletzt wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gefühlt haben. Spiel für Spiel und meist auch Pleite für Pleite stellte sich der flinke Rechtsverteidiger von Hertha BSC den Fragen der Presse. Klünter blieb cool, vertraute auf Herthas Qualität. Jetzt, nach sechs Punkten aus drei Spielen, tritt Sprinter Klünter dagegen auf die Bremse. „Wer meine Interviews verfolgt hat, weiß, dass ich gesagt habe, dass wir gut gespielt haben, aber die Tore nicht gemacht haben“, erklärt er.

Daran, dass es nun besser läuft, hat Klünter großen Anteil. Während Ex-Trainer Bruno Labbadia auf der rechten Abwehrseite Routinier Peter Pekarik spielen und ihn links liegen ließ, hält er unter Pal Dardai gemeinsam mit Niklas Stark und Marton Dardai die Defensive endlich zusammen. Bemerkenswert: Während Dardai und Sportdirektor Arne Friedrich gebetsmühlenartig davon sprachen, Herthas Kader sei für den Abstiegskampf nicht gemacht, widersprach Klünter vehement: „Das sehe ich nicht so.“ Dass die Blau-Weißen doch dem Druck im Tabellenkeller standhalten können, bewies das 3:0 gegen Leverkusen.

Der Turnaround? „Joa, weiß ich jetzt nicht“, sagt Sprinter Klünter mit seiner ehrlichen Art und tritt auf die Euphoriebremse: „Natürlich nehmen wir das mit. Aber es kommen noch sehr, sehr wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenten. Auf die wird es ankommen.“