Berlin - Der erste Schreck wich schnell den guten Wünschen. Denn für die Füchse Berlin geht die Aufholjagd in der Handball-Bundesliga nach der Pause während der Olympia-Qualifikation beim Kampf um den dritten Platz weiter. Trotz zweier Corona-Fälle im Team können die Berliner am Donnerstag in der Max-Schmeling-Halle die GWD Minden (19 Uhr/Magentasport) empfangen.

Nach der Rückkehr aus der Länderspielpause wurden die dänischen Nationalspieler Hans Lindberg und Jacob Holm positiv auf das Virus getestet, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Da beide Profis, die für ihr Land bei den Freundschaftsspielen in Ägypten aktiv waren, noch vor dem Einstieg ins Füchse-Training kontrolliert wurden, gab es keinen Kontakt zu den Mannschaftskameraden. „Für uns ist das natürlich äußerst bitter, zwei weitere Ausfälle von so wichtigen Spielern beklagen zu müssen. In erster Linie muss man die sportliche Sicht aber hintanstellen und hoffen, dass der Krankheitsverlauf milde ist und die Spieler keinerlei bleibende Schäden oder Einschränkungen davontragen. Für uns heißt es jetzt, Kräfte bündeln, um gemeinsam erfolgreich in die nächsten Spiele zu gehen“, sagte Jaron Siewert.

Füchse wollen Wiedergutmachung gegen Minden

Der Füchse-Trainer warnte dann auch umgehend vor dem Tabellenfünfzehnten Minden. „Ein extrem unangenehmer Gegner. Das wird kein Selbstläufer“, sagte er. Das hatten die Füchse bereits im Hinspiel erfahren müssen, dass sie überraschend klar mit 26:31 verloren. „Somit sollten jegliche Zweifel beseitigt sein, dass man den Gegner kein bisschen unterschätzen darf. Wir wollen einiges wieder gutmachen“, kündigte Siewert an. Nach den mäßigen Ligaergebnissen vor der Pause wollen die Berliner zudem eine neue Serie starten.

Dies gelang dem Team nach der Corona-Zwangspause im November schon einmal. „Da haben wir ja eine Superserie hingelegt und Ähnliches wollen wir jetzt wieder kreieren“, sagte Siewert. Der Füchse-Coach hofft, dass die Pause hilfreich war, um die Köpfe wieder bereit für neue Aufgaben zu machen. „Es ist gut, dass man sich drei bis vier Tage mal nicht gesehen hat und der eine oder andere einen Tapetenwechsel hatte“, sagte er.

Viele Spieler standen Siewert in der Pause aber nicht zur Verfügung. „Wirklich sehr viel inhaltlich konnte man da nicht arbeiten“, sagte er. Deshalb gab es einige freie Tage. „Die Belastung in den letzten Monaten war schon sehr, sehr hoch.“

Verzichten muss der Coach neben den beiden Dänen weiterhin auf Kapitän Paul Drux, der am Knie operiert wurde, aber schon wieder ausgiebig am Ergometer arbeitet. Siewert rechnet mit einer Ausfallzeit von vier bis fünf Wochen. „Das tut schon sehr weh. Mit seiner Qualität im Eins-gegen-Eins hat er uns eine extreme Waffe mit an die Hand gegeben“, sagte der Coach.