Turnerin Andrade holt WM-Titel im Mehrkampf nach Brasilien

Die Olympiazweite Rebeca Andrade hat bei den Turn-Weltmeisterschaften in Liverpool für einen besonderen Triumph gesorgt. Als erste Brasilianerin sicherte sic...

Rebeca Andrade gewann als erste Brasilianerin Gold im Mehrkampf.
Rebeca Andrade gewann als erste Brasilianerin Gold im Mehrkampf.Marijan Murat/dpa

Liverpool-Die Olympiazweite Rebeca Andrade hat bei den Turn-Weltmeisterschaften in Liverpool für einen besonderen Triumph gesorgt. Als erste Brasilianerin sicherte sich die 23-Jährige aus Rio de Janeiro in der M&S Bank Arena der britischen Hafenstadt die Krone im Mehrkampf.

Im Finale der besten 24 Starterinnen verwies die Olympia-Medaillengewinnerin am Sprung bei ihrem Start-Ziel-Sieg mit 56,899 Punkten Team-Weltmeisterin Shilese Jones (55,399) und die Britin Jessica Gadirova (55,199) auf die weiteren Podestplätze. Die einzige deutsche Starterin in dieser Entscheidung, Karina Schönmaier aus Bremen, landete mit 49,431 Punkten auf dem 22. Platz.

Für die Schülerin bedeutete das einen Erfolg. Die 17-Jährige hatte erst am Vormittag von ihrem Einsatz erfahren. Nach der Qualifikation am Sonntag war die WM-Debütantin noch zweiter Ersatz gewesen. Doch aufgrund mehrerer Ausfälle rückte sie kurzfristig ins Feld der Finalteilnehmerinnen nach. Vor knapp 8000 Zuschauern auf den Tribünen als Erste im Einsatz am Schwebebalken, behielt Schönmaier ihre Nerven im Griff und zeigte auch ansonsten einen ordentlichen Wettkampf ohne Stürze oder Absteiger.

„Ich war sehr nervös, hatte richtig Angst, als erste Turnerin auf den Balken zu gehen, und habe sehr gezittert“, sagte Schönmaier. „Aber ich bin megastolz auf mich, dass ich alles gut hinbekommen habe und größtenteils fehlerfrei durch den Wettkampf gekommen bin.“ Sie nehme von der WM viel Erfahrung mit für ihren weiteren Weg und hoffe, noch mehr Großereignisse bestreiten zu dürfen.

Andrade, bei den Spielen 2021 in Tokio Fahnenträgerin ihres Landes, kämpfte am Stufenbarren mit ein paar Problemen. Dadurch ließ sie sich jedoch nicht von der Spitze des Feldes verdrängen, die sie direkt nach dem ersten Durchgang am Sprung übernommen hatte.