Youssoufa Moukoko setzte sein Autogramm auf ein Paar Fußballschuhe und genoss die Sprechchöre der Fans. „Ich bin sehr gerne bei der U21, das tut mir gut“, sagte der als Wunderkind gepriesene Stürmer nach dem 4:0 gegen Ungarn in Osnabrück, bei dem er mal wieder getroffen hatte. Es war das vierte Tor des erst 17 Jahre alten BVB-Juwels im dritten Spiel für die U21.

Wenn Moukoko beim DFB-Team weilt, läuft es bei ihm regelmäßig rund – doch das war zuletzt viel zu selten der Fall. Denn ähnlich wie bei Borussia Dortmund wurde der Angreifer auch bei der deutschen U21 immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Den Titelgewinn vor einem Jahr verpasste er ebenso wie zahlreiche Qualifikationsspiele, am Dienstag in Polen (18.00 Uhr/ProSieben MAXX) ist er dagegen wieder mit von der Partie.

Moukoko kann vor dem Tor brandgefährlich sein

„Ich hoffe, dass er nach seiner Zeit bei uns bei der U21 wieder mit viel Selbstvertrauen zurück zum Verein geht, sich dem Cheftrainer in Dortmund zeigt, anbietet und dann hoffentlich auf mehr Spielminuten kommt als in der vergangenen Saison. Denn das ist wichtig für einen jungen Spieler wie ihn“, sagte DFB-Trainer Antonio Di Salvo.

Auch für die deutsche U21-Mannschaft wäre ein Moukoko in Topform außerordentlich wertvoll. Denn der Teenager kann und will nicht nur bei der Europameisterschaft im kommenden Jahr für Furore sorgen, sondern wäre auch noch bei den Endrunden 2025 und 2027 spielberechtigt. „Youssoufa ist ein großes Talent, das vor dem Tor brandgefährlich ist“, betont Di Salvo.

Beim BVB lief es zuletzt weniger rund. 16 Liga-Einsätze, auf 210 Minuten verteilt (zwei Tore, zwei Vorlagen), entsprechen nicht Moukokos Vorstellungen. Nur einmal stand der jüngste Spieler und Torschütze der Bundesliga-Geschichte in der Startelf. Wird er nun in Dortmund bleiben? „Dazu möchte ich nichts sagen“, sagte Moukoko zuletzt der WAZ.

Sein Vertrag läuft bis 2023. „Wir möchten mit ihm verlängern“, bekräftigt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und fügt an: „Ich glaube, er ist gerade extrem motiviert. Es ist ja kein Geheimnis, dass er und Edin Terzic einen engen Draht haben.“

Der Trainerwechsel von Marco Rose zurück zu Terzic, seinem großen Förderer, könnte Moukoko noch einmal zusätzliche Motivation beim BVB verleihen. „Wir bei der U21 wollen nun versuchen, ihm wieder das nötige Selbstvertrauen zu verleihen, ihm ein gutes Gefühl vermitteln und ihn ordentlich aufbauen“, sagt Di Salvo. Am besten schon am Dienstag in Polen.