Seit 2003 Präsident von Hertha 03: Kamyar Niroumand.
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BerlinDrei-, viermal die Woche, sagt Kamyar Niroumand, müsse er raus, sich bewegen. Von Zehlendorf-Mitte aus über Argentinische Allee, Krumme Lanke und schließlich die Fischerhüttenstraße führt sein Weg nach 3,5 Kilometern auf dem Gehweg normalerweise 5,5 Kilometer rund um den Schlachtensee. „Ich finde, das ist einer der schönsten Seen in Berlin, sehr zu empfehlen. Seit ein, zwei Jahren gibt es dort die Leinenpflicht für Hunde. Das ist sehr angenehm, weil ich manchmal sehr früh loslaufe, wenn es noch dunkel ist“, sagt der Präsident des Fußballklubs Hertha 03 Zehlendorf, dessen erste Mannschaft in der Oberliga Nordost nach vier Spieltagen auf dem sechsten Tabellenplatz liegt.

Niroumand hat früher selber Fußball gespielt, in Betriebssportgruppen und in der Seniorenliga bei Hertha 03. Wenn er nicht laufen gehe, fahre er Fahrrad, „jeden Tag, irgendwas muss sein“, sagt der 60-Jährige. Sonnabends joggt er immer mit Freunden, auch unter der Woche sind bei der Runde um den Schlachtensee oft Freunde dabei. „Ich finde das sehr angenehm. Man kann sich beim Laufen ja gut unterhalten“, sagt Niroumand, der seit diesem Monat dem Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes angehört. „Wenn ich allerdings in der Arbeit eine Präsentation habe, laufe ich lieber allein. Dann kann ich mich gedanklich auf die Aufgabe vorbereiten.“ 

In der Saisonvorbereitung hätten die Trainer mehrerer Mannschaften von Hertha 03 die Strecke um den Schlachtensee in das Lauf- und Konditionstraining eingebaut, erzählt Niroumand. Für ihn selber sei es ein Genuss, erst beim Laufen richtig ins Schwitzen zu kommen und danach zu duschen oder in seinen großen Pool zu springen. An solchen Tagen wird aus dem Morgenlauf ein Duathlon.