Berlin - Sie saßen aufgereiht auf der Werbebande. Einer neben dem anderen mit hängenden Köpfen. Die Spieler der BR Volleys sahen aus, als glaubten sie es selber nicht: Als Titelverteidiger sind sie am Mittwochabend völlig überraschend im Viertelfinale des deutschen Volleyball-Pokals ausgeschieden. Sie unterlagen dem Bundesliga-Rivalen Netzhoppers KW-Bestensee in der Max-Schmeling-Halle mit 2:3 (25:22, 25:23, 24:26, 18:25, 13:15). Eine 2:0-Führung nach Sätzen und zwei Matchbälle im dritten Durchgang konnten die Berliner nicht zum Sieg nutzen.

„Wir konnten den dritten Satz nicht zumachen. Dann kamen wir im Angriff nicht durch. Und wir haben weiterhin nicht so gut aufgeschlagen“, resümierte Mittelblocker Anton Brehme bei Sporttotal.tv. Als sich die Partie zuspitzte, als die Berliner hätten kämpfe müssen, weil sie zurücklagen, fand sich wie zuletzt schon bei den Niederlagen gegen Bühl und Friedrichshafen keiner im Team, der die anderen mitriss, sie anstachelte. „Wir haben zu wenig Energie, wenn wir einen Satz verlieren“, konstatierte Brehme. „Wir müssen einfach die Köpfe oben behalten.“

Die Köpfe oben hatten die Netzhoppers, bei denen Dirk Westphal nicht nur das 14:13 im Tiebreak erschmetterte, ehe der letzte Angriff von Benjamin Patch geblockt wurde, Westphal wurde auch zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt. Im Halbfinale treffen die Netzhoppers am 9. oder 10. Dezember auf den Sieger der an diesem Donnerstag stattfindenden Partie zwischen Volleys Herrsching und Grizzlys Giesen.