Adam Szalai erfährt die Solidarität seiner Teamkollegen von Mainz 05.
Foto: Imago Images

Frankfurt a. M. - Vermutlich wären die müden Augen bei Rouven Schröder noch besser zu erkennen gewesen, wenn der FSV Mainz 05 nicht in Pandemie-Zeiten dazu gezwungen wäre, seine Pressekonferenzen allein auf virtuellem Wege abzuhalten. Dass hinter dem Sportvorstand eine kurze Nacht mit „wenig Schlaf“ lag, gab der gebürtige Sauerländer in einer digitalen Fragerunde selbst zu. Hinter dem Klub lag eine „Eskalationsstufe, an der es nichts zu beschönigen gibt“, so hat es Schröder formuliert: Am Mittwochnachmittag hatten die Profis der Nullfünfer sich aus Solidarität mit dem suspendierten Mitspieler Adam Szalai geweigert, zur Nachmittagseinheit auf den Trainingsplatz zu gehen. Streit und Streik: Das passt eigentlich nicht zu einem auf sein familiäres Ambiente tunlichst bedachten Bundesligisten.

Erst zu Wochenanfang hatten die Mainzer kommuniziert, dass es für den Kapitän der ungarischen Nationalmannschaft (61 Länderspiele/21 Tore) schwer werden würde, auf genügend Einsatzzeiten zu kommen. Um zu „erwartende Konflikte“ mit dem selbstbewussten Mittelstürmer zu entschärfen, erläuterte Trainer Achim Beierlorzer, sollte Szalai lieber individuelle Trainingspläne abarbeiten.

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