Seit dieser Saison trägt Louis Olinde das Trikot von Alba Berlin und hat in den zurückliegenden Wochen seine Teamkollegen kennengelernt. 
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BerlinEinen Tag vor dem ersten Heimspiel seit der Corona-Pause veröffentlichte Alba Berlin in der vergangenen Woche das neue Teamintro. Ein 59-sekündiger Videoclip, der vor jedem Spiel auf dem Videowürfel der Arena am Ostbahnhof läuft und dort auch wieder am Dienstagabend um 20 Uhr in der Euroleague-Partie gegen Anadolu Efes Istanbul flimmern wird. Während die Gesichter von Luke Sikma, Niels Giffey, Johannes Thiemann und selbst von Zugang Maodo Lo, den Hauptprotagonisten in diesem Video bekannt sind, ist Louis Olinde, der Spieler mit der einzigen Sprechrolle im Clip, den Fans noch wenig bekannt. In den vergangenen Wochen hat sich der gebürtige Hamburger mit seiner Freundin in der Stadt eingelebt und einen festen Platz in seinem neuem Team erarbeitet. Gegen einen Teil seiner neuen Mitspieler hat er mit Bamberg bereits in den vergangenen Jahren gespielt. Der Rest ist, genau wie er, neu im Team. Mittlerweile hat sich der 22-Jährige ein Bild von allen gemacht und stellt seine Spielkameraden vor.

Marcus Eriksson: Er ist ein unglaublicher Werfer. Wie er die Bälle loslässt und trifft, ist unglaublich. Ich habe ihn als sehr ruhigen Typen kennengelernt. Aber wenn er was sagt, dann ist es sehr witzig. Ich verstehe mich schon sehr gut mit ihm, er hat einen guten Humor. Man kann sich sehr gut mit ihm unterhalten, aber er ist niemand, der so richtig aus sich rausgeht.

Simone Fontecchio: Ein wahrer Italiener. Er trinkt gerne Kaffee, spricht Englisch mit einem italienischen Akzent, hat gerne auch mal hin und wieder italienische Wörter zwischendrin. Aber er ist ein sehr offener und witziger Typ. Sportlich hat man ja im ersten Saisonspiel gesehen, was er kann. Er ist auch ein sehr guter Werfer und dazu noch unglaublich athletisch, sehr kompakt. Es macht Spaß, mit ihm zusammen zu spielen.

Niels Giffey: In den vergangenen Jahren habe ich schon oft gegen ihn gespielt. Es ist schwer, gegen ihn zu spielen, weil man auch weiß, was er alles kann. Niels ist ein starker Werfer, ist aber auch unter dem Korb sehr präsent. Jetzt macht es mir aber sehr viel Spaß, mit ihm zusammen in einem Team zu spielen. Als Kapitän gibt er sehr viele Ratschläge, mir hat er gerade in meiner Anfangszeit sehr geholfen und Tipps gegeben, was man auch abseits des Feldes machen kann.

Jayson Granger: Er bringt sehr viel Erfahrung mit. In den vergangenen Jahren war er sehr häufig verletzt, findet aber so langsam zu seinem Spiel zurück. Er kann sehr gut kreieren, sehr gut passen und ist für einen Aufbauspieler körperlich extrem stark – so eine Wucht. In der Kabine ist er immer für einen witzigen Spruch gut. Mit seiner Erfahrung ist er jemand, dem man zuhört, wenn er redet. Jeder im Team respektiert ihn.

Ben Lammers: Ben ist jemand, der einen jedes Mal wieder überrascht. Manchmal steht er so schüchtern auf dem Feld und auf einmal knallt er so einen Dunk raus oder blockt jemanden ans Brett. Er ist sehr unscheinbar, aber sehr athletisch, weiß genau, was er machen muss und wie er dem Team helfen kann. So langsam taut er aber auf.

Maodo Lo: Maodo ist ein Berliner Junge und fühlt sich natürlich extrem wohl hier. Ich komme sehr gut mit ihm klar, da ich mit ihm ja auch schon in Bamberg zwei Jahre zusammengespielt habe. Das war für uns beide die erste Profistation. Er hat sich in den zwei Jahren in München noch einmal unglaublich gesteigert und wird uns natürlich helfen. Man merkt, dass er dort noch mehr Erfahrung gesammelt hat. Nach vier Jahren in der Euroleague und vier Jahren in der Bundesliga weiß er, wie alles abläuft und liest das Spiel sehr gut.

Jonas Mattisseck: Er ist ein unglaublich harter und zäher Gegenspieler, weil er sehr gut verteidigt. Jonas stellt sich in den Dienst der Mannschaft und ist sich für nichts zu schade. Offensiv hat er seinen sehr guten Wurf und spielt nicht so, als ob er 20 ist. Er ist kein normaler, 20-jähriger, deutscher Basketballer.

Kresimir Nikic: Mit ihm komme ich auch super zurecht, er ist sehr witzig. Kreso ist auch noch jung und hat noch nicht so viel Erfahrung, aber im Training macht er einen guten Job ,und ich bin mir sicher, dass er auch in einer Saison mit so vielen Spielen in einem so engen Zeitraum noch seine Minuten bekommen wird.

Tim Schneider: Wir kennen uns schon sehr lange. Aus der Nationalmannschaft und aus der Jugend, als er mit der Berliner und ich mit der Hamburger Auswahl gegeneinander gespielt haben. Auch in der JBBL und NBBL haben wir immer gegeneinander gespielt, wir kannten uns einfach schon sehr lange. Er ist auch ein eher ruhiger Typ, aber sehr cool. Er bringt manchmal sehr überraschende Sprüche, mit denen man nicht rechnet.

Luke Sikma: Als Gegenspieler war er sehr taff. In Bamberg musste ich in den vergangenen Jahren oft direkt gegen ihn spielen und habe gemerkt, dass er ein außergewöhnlicher Basketballspieler ist. Einen Spieler mit dem Körper und so einem Spielverständnis gibt es nicht oft in Europa. Er sieht Pässe, die sonst keiner sieht und weiß einfach, wie man spielt. Dazu ist er ein Leader, der auch mal auf den Tisch haut, wenn es im Training nicht gut läuft und mit gutem Beispiel vorangeht. Er ist jemand, mit dem man lieber zusammen als gegen ihn spielt, weil er alle um ihn herum besser macht. 

Peyton Siva: Ein Spieler, der mit gutem Beispiel voran geht. Ein Anführer. Er redet viel und kommuniziert viel abseits des Feldes und auch auf dem Feld. Er weiß, was er kann, hat sehr schnelle Richtungswechsel und einen sehr starken Wurf. Aber er ist auch immer für einen Assist gut.

Johannes Thiemann: Wir hätten schon einmal fast zusammengespielt. Aber als ich nach Bamberg kam, ist er gerade nach Ludwigsburg gewechselt. Wir haben uns knapp verpasst. Er war aber trotzdem häufig in Bamberg, weil er dort viele Freunde hat, und dann haben wir uns immer mal wieder unterhalten. Er ist ein sehr angenehmer und netter Typ, unter dem Korb aber ist er, obwohl er gar nicht so groß ist, ein Biest. Weil er weiß, wie man die fehlende Größe dort wieder wettmacht. Auch sein Wurf ist in diesem Jahr viel besser geworden, sein Dreier fällt konstant. Das ist für sein Spiel auch sehr wichtig.

Lorenz Brenneke: Ich war überrascht, wie gut und schnell er ist. Sein Wurf ist auch solide. Im Training macht er sich gut, und es ist für ihn eine tolle Chance, viel mit den Profis zu trainieren und manchmal auch ein paar Minuten im Spiel zu bekommen.

Malte Delow: Für das Alter macht er einen sehr guten Job. Genau wie Lorenz hat er in den Vorbereitungsspielen wichtige Minuten bekommen. Er hat so ein Ding in seinem Spiel, ein gutes Gefühl für das Spiel würde ich sagen. Nicht so verkrampft, sondern einen guten Flow. Er kann sehr gut werfen und findet immer wieder den Weg zum Korb. Es fehlt noch ein bisschen Stärke, aber er ist sehr hart im Nehmen.