Berlin - Die Vögel in Köpenick zwitscherten ihr Lied, als wäre nichts gewesen. Nichts Trauriges zumindest. Den meist rot-weiß, teils aber auch schwarz gekleideten jungen Männern, die am Dienstagmorgen zwischen den Bäumen umherliefen, hat diese dezente Aufmunterung im Wald hinter dem Stadion An der Alten Försterei offenbar gutgetan. Als Damir Kreilach nach dem Dauerlauf im Medienraum des 1. FC Union erschien, waren seine Augen nicht mehr so stark gerötet wie am Vorabend, als er mit seinen Kollegen eine trostlose Heimfahrt aus Braunschweig angetreten hatte. „Schade, schade, schade“, das waren seine einzigen Worte gewesen, ehe er seine Sporttasche im Busbauch verstaute.

Der ehemalige Kapitän Kreilach, der aktuelle Spielführer Felix Kroos, der Abwehrchef Toni Leistner, der Klubboss Dirk Zingler − alle hatten sie nach dem 1:3 in Braunschweig Tränen der Enttäuschung in den Augen und ein Gefühl der Leere im Herzen. Union-Präsident Dirk Zingler war der Erste, der sich mit einem Schulterzucken und einem kurzen Lächeln oben auf der Tribüne von dem Frust zu lösen versuchte. Felix Kroos probierte es da eine Etage tiefer noch mit Trotz: „So lange es theoretisch geht, warum sollen wir es nicht versuchen?“

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