Haifa –Eine Reise nach Israel, das ist immer nicht nur ein Fußballspiel, sondern viel mehr. Die Führung des 1. FC Union um Präsident Dirk Zingler besuchte kürzlich vor der Conference-League-Partie gegen Maccabi Haifa die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

„Es war uns ein tiefes Bedürfnis, unsere offizielle Reise nach Israel für den Besuch dieses besonderen Ortes zu nutzen und ich bin sehr dankbar, dass wir hier sein konnten“, erklärte Präsident Zingler. An der 1953 errichteten Gedenkstätte auf dem Herzlberg machten Zingler und Co. einen Rundgang, begleitet von einer Vertreterin der israelischen Botschaft in Berlin, und legten einen Kranz nieder. 

„Heute hier mit den Grausamkeiten Nazideutschlands gegenüber den Juden Europas so unmittelbar konfrontiert zu werden, macht uns fassungslos und traurig. Wir nehmen Eindrücke mit, die uns noch lange beschäftigen werden und die niemand von uns vergessen wird. Unsere Generation ist für diese Taten nicht verantwortlich. Aber wir müssen aus der Geschichte lernen und tragen heute und in Zukunft die Verantwortung dafür, dass sie sich nicht wiederholt“, sagte Zingler sichtlich bewegt.

www.imago-images.de
Präsident Dirk Zingler 1. FC Union trug sich ins Buch der Kindergedenkstätte ein.

Dem Union-Boss geht es dabei auch um die Gegenwart. Zingler mahnte: „Antisemitismus ist leider in unserer Gesellschaft immer noch gegenwärtig und wir alle sind gefordert, ihn konsequent zu bekämpfen. Ich bin davon überzeugt, dass der Fußball mit seiner kulturellen Vielfalt als Vorbild dienen kann, um für Toleranz zu werben und jeder Form von Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung entgegenzutreten.“