Marius Bülter verwandelt einen Elfmeter sicher zum 3:0.
Foto: Matthias Koch

BerlinMax Kruse war noch nicht dabei, für den neuen Torwart Andreas Luthe war es „ein sehr guter Einstand“. Der 1. FC Union hat das erste Vorbereitungsspiel auf die neue Saison in der Fußball-Bundesliga gewonnen. Die Berliner siegten am Sonnabend beim Regionalligisten Energie Cottbus mit 3:1 (1:0).

Ohne die prominenteste Verstärkung Kruse, der sich noch mit einer leichten Verletzung plagt und dem auch zwei Corona-Tests fehlen, wechselten die Gäste zur Pause fast komplett durch. Die Tore für Union erzielten Neven Subotic (26. Minute), Berkan Taz (60.), der in der Vorsaison an den FC Energie ausgeliehen war, und Marius Bülter (77./Foulelfmeter). Für die Gastgeber traf Marcel Hoppe (87.).

„Man hat uns angemerkt, dass wir erst seit zehn Tagen im Mannschaftstraining sind. Cottbus war etwas spritziger, dennoch hat mir aufgrund der neuen Konstellation einiges gut gefallen. Es gibt immer Dinge, die wir verbessern können und das werden wir in den nächsten Tagen angehen“, so Union-Coach Urs Fischer.

Bei Union kamen neben dem ehemaligen Augsburger Luthe im Tor auch die Neuzugänge Sebastian Griesbeck, Niko Gießelmann, Nico Schlotterbeck und Cedric Teuchert zum Einsatz. „Wir sind mit unseren Transfers ganz zufrieden“, erklärte Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert im rbb. „Wichtig ist, dass wir Jungs dabei haben, die Verantwortung übernehmen.“ Fischer setzte bei großer Hitze insgesamt 19 Akteure ein. „Energie hat uns alles abverlangt“, sagte Keeper Luthe.

Das trifft vor allem auf den 33 Jahren alten Torwart Luthe und den ein Jahr jüngeren Stürmer Kruse zu. „Die Erwartung ist, dass Max einer der Spieler sein wird, der dafür sorgt, dass Union auch nach dem zweiten Jahr weiter in der Bundesliga ist“, sagte Ruhnert.

Im Stadion der Freundschaft waren erstmals in der Corona-Krise auch Zuschauer wieder zugelassen. 523 Fans verteilten sich auf die vier Tribünen. „Das ist sicher auch noch nicht das, was wir wollen“, meinte Union-Manager Ruhnert. „Aber zumindest besser, als wenn gar keiner da ist.“ Viertligist Energie, der am kommenden Sonnabend gegen Lichtenberg 47 in die neue Saison startet und zurück in den Profifußball will, hätte sogar noch einige Tickets mehr verkaufen können. Das Hygiene-Konzept der Lausitzer sah maximal 850 Fans vor.

In der kommenden Woche testet Union zweimal zu Hause ohne Zuschauer. Am Mittwoch (15.00 Uhr) ist Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers im Stadion An der Alten Försterei zu Gast, am Sonnabend (14.30 Uhr) Drittligist Dynamo Dresden. Gegen Würzburg könnte es ein schnelles Wiedersehen mit Florian Flecker geben. Der Mittelfeldmann, der in der vergangenen Spielzeit keine Rolle spielte, wechselte zu den Kickers.