Wer zu spät kommt, den bestraft seit Michail Gorbatschow und dem Fall der Berliner Mauer das Leben. Manchmal zumindest. Viel öfter, zu oft derzeit gerade für den 1. FC Union, ist es aber auch nur eine Karte. Eine Rote wie für Keven Schlotterbeck, eine Gelb-Rote wie für Neven Subotic und nunmehr eine Rote wie für Sebastian Polter.

Spät ins Spiel gekommen ist Polter. Das ist nicht schlimm für die Rolle, die Trainer Urs Fischer ihm zukommen lässt in dieser Saison. Schlimm aber ist, dass der Liebling der Fankurve zu spät in einen Zweikampf und damit ins essenzielle Leben eines Kickers eintaucht. Bei aller Abgeklärtheit, die der Draufgänger haben sollte, er ist immerhin schon 28 und hat neben 88 Zweitligaspielen bereits 55 Einsätze in der Bundesliga hinter sich, ist er trotzdem einem der größten Feinde eines Fußballers aufgesessen, der Übermotivation.

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