Irgendwann ging dann selbst Sheraldo Becker, diesem nimmermüden Läufer, die Puste aus. Der dreijährige Mason, Sohn von Beckers Lebensgefährtin Kelly Loef aus einer früheren Beziehung mit dem südafrikanischen Nationalspieler Lars Veldwijk, einst Teamkollege von Becker bei PEC Zwolle, sprintete ihm nach dem 3:1-Erfolg gegen den BVB auf dem Rasen An der Alten Försterei davon. Becker ließ irgendwann abreißen. Zu sehr steckten dem 24 Jahre alten Fußballer die vorangegangenen 90 Minuten in den Knochen. Ein wenig später sagte der Flügelspieler des 1. FC Union dann: „Das war ein sehr intensives Spiel, ich bin ganz schön platt.“

Im Vergleich zum 0:4-Heimauftakt vor zwei Wochen gegen RB Leipzig durfte Becker wie schon beim 1:1 in Augsburg gegen Dortmund von Beginn an ran – und zahlte das in ihn gesteckte Vertrauen mit Powerfußball zurück. 82 intensive Läufe machte der 1,80 Meter große Kicker, der ablösefrei aus Den Haag gekommen war und in Köpenick einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat. Gemeint sind Läufe, die schneller als 21 km/h sind. Dazu legte er mit 39 Sprints (Läufe, die schneller als 24 km/h sind) die zweitmeisten aller Spieler hin. Nur BVB-Profi Achraf Hakimi (40) sprintete noch mehr. „Wir mussten eine Menge rennen, haben kompakt verschoben und härter gearbeitet als der Gegner – so konnten wir den Sieg letztlich holen“, resümierte Becker.

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