Berlin - Ein Taubenschlag ist nichts dagegen. Mit Braunschweigs Kapitän Ken Reichel präsentierte der 1.FC Union nach Sebastian Andersson (Kaiserslautern), Rafael Gikiewicz (Freiburg) und Florian Hübner (Hannover 96) den vierten Neuzugang für die kommende Spielzeit binnen vier Tagen.

Der Reichel-Transfer hatte sich   schon angedeutet, da er unter der Woche den obligatorischen Medizincheck in Berlin bereits absolviert hatte.

Der einst bei Tasmania ausgebildete Linksverteidiger, der über die Reserve des Hamburger SV zu den Niedersachsen stieß und mit ihnen sogar bis in die Bundesliga druchmarschierte,  hatte sich über die sozialen Netzwerke schon von den Eintracht-Fans  verabschiedet. Seit 2007 trug er das Trikot mit dem Löwen auf der Brust, absolvierte 290 Spiele (220 Tore) für den Meister von 1967.

Trifft gern gegen Union

Unionfans ist er in guter, schlechter Erinnerung. Im Februar schoss er den Siegtreffer für die Gelb-Blauen beim 1:0-Erfolg der Eintracht. Im Jahr zuvor hatte der 1,85 m große Abwehrspieler am 32. Spieltag sogar mit einem Doppelpack Unions Aufstiegsträume beim 3:1 der Braunschweiger Löwen endgültig begraben. 

„Mit Ken Reichel bekommen wir einen erfahrenen Spieler, der die 2. Liga seit vielen Jahren kennt und seine Qualitäten dauerhaft unter Beweis gestellt hat. Er war in Braunschweig ein Führungsspieler und soll in der kommenden Saison auch bei uns eine wichtige Rolle spielen“, kommentierte Oliver Ruhnert. 

Bei Union erhält der 31-Jährige nun einen Zweijahresvertrag. Damit könnte der bevorstehende Wechsel von Kristian Pedersen  zu Birminghm City in den den kommenden Tagen wohl auch über die Bühne gehen.