Möglich, dass Sebastian Andersson und Anthony Ujah am Mittwoch gemeinsam auflaufen.
Foto: Matthias Koch

Berlin-KöpenickAuch beim 1. FC Union geht jetzt jedem Geisterspiel eine Geister-Pressekonferenz voraus. Einen Tag vor dem heutigen Heimspiel (20.30 Uhr) gegen den Mainz 05 las Klubsprecher Christian Arbeit im verwaisten Presseraum des Stadions An der Alten Försterei Trainer Urs Fischer Fragen vor, die Medienvertreter auf elektronischem Weg eingereicht hatten.

Nach dem 0:4 bei Hertha BSC erfolgte dabei keinesfalls der nahtlose Übergang zur Tagesordnung, also zum richtungsweisenden Duell gegen die Mainzer. Fischer durfte sich schon noch mal zum Debakel äußern. „Wir haben die Dinge klar beim Namen benannt. Die Mannschaft ist nach wie vor sehr selbstkritisch. Es ist nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass wir eine kleinere Serie mit Negativerlebnissen haben. Wichtig, ist, dass man trotzdem positiv bleibt“, sagte Fischer.

Beflügeln sollte Union auch das historische Datum. Auf den Tag genau vor einem Jahr stieg Union nach dem dramatischen Relegationsrückspiel gegen den VfB Stuttgart (0:0) auf.

Womöglich mit Doppelspitze

Union ist im harten Bundesliga-Alltag allerdings seit fünf Pflichtspielen in Serie ohne Sieg. Die letzten drei Meisterschaftspartien bei der Hertha, daheim gegen Bayern München (0:2) und beim SC Freiburg (1:3) wurden allesamt verloren. Der Vorsprung der Köpenicker auf Relegationsrang 16 beträgt aktuell noch relativ komfortable sechs Zähler. Der auf die Mainzer jedoch nur drei Punkte. Insofern ist es eines der sogenannten Sechs-Punkte-Spiele. Mit einem Sieg könnte sich Union absetzen. Das wäre vor dem nächsten Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim Spitzenteam Borussia Mönchengladbach umso wichtiger. „Wir müssen alles daran setzen zu punkten“, meint Fischer.

Der Schweizer wird vermutlich auf einigen Positionen rotieren lassen. Dass Abwehrmann Keven Schlotterbeck nach abgesessener Gelb-Sperre in die Startelf zurückkehrt, steht im Normalfall außer Frage. Fischer dürfte gerade in der aktuellen Situation auch wieder auf die Erfahrung von Verteidiger Neven Subotic und Mittelfeldmann Christian Gentner setzen, die gegen Hertha nicht zum Einsatz kamen. Auf der linken Außenbahn fehlt weiter Christopher Lenz verletzt, der gegen im Derby durch Ken Reichel nicht 1:1 ersetzt werden konnte.   Auch bei der Besetzung der Offensive könnte es zu einem personellen und taktischen Wechsel kommen. Nicht ausgeschlossen, dass Fischer auf eine Doppelspitze setzt, womöglich mit Sebastian Andersson und Anthony Ujah.