Unions Baumgartl begegnet Krebserkrankung auch mit Humor

Union Berlins Verteidiger Timo Baumgartl begegnet seiner Hodenkrebserkrankung nach eigenen Worten auch mit Humor. „Ein Klassiker ist inzwischen, dass mir ja ...

ARCHIV - Timo Baumgartl von Union Berlin spielt den Ball.
ARCHIV - Timo Baumgartl von Union Berlin spielt den Ball.Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Stuttgart-Union Berlins Verteidiger Timo Baumgartl begegnet seiner Hodenkrebserkrankung nach eigenen Worten auch mit Humor. „Ein Klassiker ist inzwischen, dass mir ja niemand mehr auf die Eier gehen kann. Sondern eben nur noch aufs Ei“, sagte der 26-Jährige „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag). „Und beim Fahrradfahren - jeder Mann kennt das - gibt es nicht mehr so viele ungünstige Positionen, bei denen gewisse Dinge ohne Schutz und Polsterung ungünstig auf dem Sattel liegen könnten. Ich fahre so befreit wie nie zuvor.“

Im Mai war Baumgartls Krebserkrankung bekannt geworden. Der Abwehrspieler wurde operiert und unterzog sich einer Chemotherapie. Inzwischen kann er wieder auf dem Fußballplatz stehen. „Wenn ich aufwache, weiß ich es sehr zu schätzen, dass ich es nicht mehr im Krankenhaus tue und dass ich jeden Tag Fußball spielen kann, dafür bin ich jeden Morgen aufs Neue dankbar“, sagte er im Interview.

Am Sonntag wollen Baumgartl und Union beim Spiel in Leverkusen (15.30 Uhr/DAZN) auf Probleme wie Hoden- und Prostatakrebs aufmerksam machen. Profis des Tabellenführers werden eine kleine lila Schleife auf ihre Schuhe gedruckt haben. Auch andere Bundesligisten beteiligen sich Medienberichten zufolge an der Aktion.

Unions Stadtrivale Hertha BSC, wo Marco Richter und Jean-Paul Boetius an Hodenkrebs erkrankten, setzt sich ebenfalls für das Thema ein.