Ein breites Grinsen blitzte im Gesicht von Christian Gentner auf. Der Profifußballer des 1. FC Union war nach verrichteter Vormittagsarbeit gerade auf dem Weg in die Kabine, als ihn eine dreiköpfige Familie – Mutter, Vater, Kind – vom Rande des Trainingsplatzes heranwinkte. Gentner trug das Ballnetz über die linke Schulter (ja, auch erfahrene Akteure müssen bei den Eisernen anpacken), blickte hinauf zur Balustrade und war überrascht. „Ach was, seid ihr extra hier hochgefahren?“, fragte Gentner verdutzt. „Wie schön.“

Der Teenager, der sich kurz zuvor noch ein Union-Trikot mit Gentner-Flock gekauft hatte, ließ sich das Jersey unterschreiben und überreichte dem kürzlich 34 Jahre alt gewordenen Profi als nachträgliches Geschenk einen Marmorkuchen. „Die Drei sind große VfB-Fans und verfolgen meinen Weg schon lange“, sagte Gentner, der nach dem Abstieg mit dem VfB Stuttgart nach Köpenick ging. „Von der Kleinen bekomme ich immer einen selbstgebackenen Kuchen zum Geburtstag. Es ist schön, wenn man so treue Fans hat.“

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