Berlin - Oliver Glasner flüchtete sich nach dem historischen Fehlstart von Eintracht Frankfurt in Galgenhumor. „Wieder mal ein Rekord, den ich aufstelle“, sagte der Trainer mit gequältem Lächeln nach dem 1:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln. „Die meisten waren positiver Natur, dann muss man das auch mal mitnehmen im Leben. Aber klar, wir lechzen nach diesem Sieg.“ Erstmals in ihrer Bundesligahistorie konnte die launische Diva vom Main an den ersten sechs Spieltagen keinen Dreier einfahren. Nach der Auftaktniederlage gegen Borussia Dortmund gab es fünf Unentschieden nacheinander, sogar alle mit dem gleichen Ergebnis. Und nun geht es auch noch zum Branchenprimus Bayern München – es drohen harte Wochen im Tabellenkeller.

„Wir sind nicht glücklich mit diesen vielen Unentschieden“, sagte Glasner. „Es geht grad nicht leicht von der Hand, wir machen zu viele leichte Fehler.“ Wirkliche Krisenstimmung wollte bei den Hessen aber noch nicht aufkommen, vielmehr übten sich alle Beteiligten in Zweckoptimismus. „Wie oft die Eintracht nur einmal in den ersten sechs Spielen verloren hat, wäre auch mal interessant“, merkte Glasner an. Viel Hoffnung macht das Heimspiel gegen Köln allerdings nicht, mit dem Punkt war die Eintracht gut bedient. In der zerfahrenen ersten Halbzeit gelang im Offensivspiel nahezu nichts, auch im zweiten Durchgang blieb es bei guten Ansätzen. Er sehe „kein generelles Systemproblem“, betonte Glasner, 47. Das alles sei ein „Prozess, den wir vor uns haben.“