Neu bei den Füchsen Berlin: der Schwede Valter Chrintz.
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BerlinSchnell, trickreich, wurfeffizient – wer Valter Chrintz Handball spielen sieht, der weiß, warum Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar den Rechtsaußen nicht erst seit kurzem auf dem Tableau hat. Heimische Medien betitelten den 20-Jährigen sogar bereits als Wunderkind. Umso größer ist die Freude der Berliner, das schwedische Talent mit sofortiger Wirkung für die nächsten drei Jahre verpflichten zu können.

„Das ist ein Traum. Für mich ist er eines der hoffnungsvollsten Talente Europas. Ich beobachte ihn schon seit zwei oder drei Jahren und jetzt hat sich ein Fenster geöffnet. Valter könnte in den nächsten Jahren einer der Besten der Welt werden“, schwärmt Kretzschmar, „es wäre dumm gewesen, ihn nur für eine Saison zu holen, wenn sich gerade die Möglichkeit ergibt. Die Schattenseite der Verpflichtung ist nur, dass Zacke länger ausfällt und wir darauf reagieren mussten.“

Mit Zacke meint er den 30 Jahre alten Mattias Zachrisson, der seit 2013 bei den Füchsen unter Vertrag steht. Der hatte sich vor fast einem Jahr an der Schulter verletzt und konnte seitdem nicht spielen. Im Januar musste sich der Allrounder erneut einer Operation unterziehen, sein Comeback wiederum verschieben. Schwedische Zeitungen berichteten zuletzt sogar von einem eventuellen Karriere-Aus. Derlei Gerüchte wollte der Linkshänder nicht kommentieren. Er zeigte sich aber verständnisvoll, dass die Füchse sich absichern wollen.

„Zacke soll sich die nächsten Monate auf seine Reha konzentrieren können“, kommentierte Kretzschmar die Neuverpflichtung, „und Hans Lindberg kann die Saison, selbst wenn er in Topform ist, nicht alleine schaffen. Deswegen hatten wir den Kontakt zu Valter aufgenommen. Wenn ich an das Rechtsaußen-Gespann Lindberg/Chrintz denke, haben nicht viele Vereine ein besseres Duo auf der Position.“

Der junge, ambitionierte Schwede, der mit seinen Eltern zur Vertragsunterzeichnung nach Berlin kam, kann in seinem jugendlichen Alter schon Champions-League-Erfahrungen bei seinem ehemaligen Verein IHF Kristianstad vorweisen, zudem auf erste Auftritte mit der Nationalmannschaft verweisen und er wurde nicht nur von den Füchsen umworben. „Da war es Glück im Unglück, dass die europäischen Klubs momentan nicht auf Rosen gebettet sind und sich sowohl Spieler als auch Verein gesprächsbereit zeigten“, berichtet Kretzschmar und fügt an, dass die Ausgabe bei den Füchsen nur machbar gewesen sei, da Zachrissons Gehalt aktuell von der Berufsgenossenschaft abgedeckt werde. „Große Sprünge wären allerdings trotzdem nicht möglich gewesen“, gesteht der 41-Jährige.