Vor einem Monat machten die Spieler des 1. FC Union einen Ausflug, bei dem Wut und Frust aus Kenny Prince Redondo herausbrachen. Die Fußballer hatten sich in der Trainingshalle von Alba Berlin getroffen, um ein bisschen Spaß zu haben. Basketball ist nicht der ideale Sport für den 1,81 Meter großen Redondo, aber der Angreifer lässt sich von einer Kleinigkeit wie Körpergröße nicht bremsen. Ein Mitspieler hielt ihn damals unter dem Korb fest, Redondo schied aus dem Wettkampf aus und drosch erbost zwei Bälle durch die Halle. Nicht ungefährlich für Kollegen und Zuschauer. Mit Redondo ist nicht zu spaßen, er will gewinnen. Und weil das so ist, hat er bei seinem erst sechsten Saisoneinsatz Union nun gegen Heidenheim vier Minuten nach der Einwechslung mit dem 1:1 einen Punkt gerettet − per Kopfball.

70 Minuten lang hatte wie schon zuletzt oft die Angst vor dem entscheidenden Fehler regiert. Niederlagenvermeidung war angesagt. „Wir haben zu wenig Spielfortsetzung nach vorne gesucht. Es lag an der Orientierung, den Ball erst mal sicher nach hinten mitzunehmen“, erklärte Union-Coach André Hofschneider die Raumfindungsprobleme im Angriff. „Beide Stürmer haben enorm viele Laufwege gemacht. Leider kam der Ball nicht.“ Höchstens Steven Skrzybski wusste seine Mitspieler ab und zu lückenöffnend zu bedienen. Das änderte sich erst mit der Hereinnahme von Akaki Gogia, Philipp Hosiner und Redondo, als Union bereits durch einen von Nikola Dovedan abgeschlossenen Konter in Rückstand geraten war.

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