Bischofshofen - Karl Geiger hat sich mit einem starken Finale in Bischofshofen einen Podestplatz bei der 68. Vierschanzentournee gesichert und darf sich über den dritten Gesamtrang freuen. Der 26 Jahre alte Skispringer aus Oberstdorf schaffte es nach Sprüngen auf 140 und 136 Meter am Montag auf Tagesrang zwei und verteidigte seinen Podestplatz gegen Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi (135,5 und 138 Meter) aus Japan, der sich mit Gesamtrang vier begnügen musste.

Den Tournee-Sieg sicherte sich mit 143 und 140,5 Metern erstmals der polnische Einzel-Weltmeister Dawid Kubacki, der sich als dritter Pole nach Adam Malysz und Kamil Stoch beim Traditionsevent krönte. Norwegens Debütant Marius Lindvik, der 139 und 137 Meter sprang, veredelte seine zwei Tagessiege mit Gesamtrang zwei, nachdem er in Bischofshofen auf Platz drei kam.

Dawid Kubacki springt zu seinem ersten Tagessieg

Der 29 Jahre alte Kubacki sprang vor 15.000 Zuschauern auf der Paul-Außerleitner-Schanze zu seinem ersten Tagessieg bei dieser Tournee. Für den Blondschopf, der auf den Stationen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck zuvor die Ränge drei, drei und zwei belegt hatte, ist es einer der größten Erfolge seiner Karriere.

Eine so enge Konstellation zwischen vier Tournee-Anwärtern hatte es in den vergangenen zwei Jahrzehnten nie gegeben. Kubacki führte vor Lindvik, Geiger und Kobayashi, doch auf der riesigen Anlage im Pongau hatte jeder der vier Springer noch realistische Chancen auf die Siegerprämie von 20.000 Schweizer Franken und den goldenen Adler.

Bischofshofen: Springen wird zu einer Show

Schon der erste Durchgang wurde zu einer Skisprung-Show, bei der die Favoriten nah an die von Kubacki aufgestellte Schanzenrekord-Marke von 145 Metern heransprangen. Der Pole baute seine Führung zwar aus, doch es kam zum Showdown mit dem achten Sprung.

Die weiteren vier deutschen Skispringer schafften es wie Geiger in den zweiten Durchgang. Markus Eisenbichler (14.), Constantin Schmid (18.), Stephan Leyhe (20.) und Pius Paschke (28.) bestätigten dabei ihre aufsteigende Formkurve. Youngster Moritz Baer war bereits vor der Qualifikation am Sonntag wegen einer Erkrankung abgereist. (dpa)