Das Wort des Tages war Intensität. Egal, ob Akeem Vargas, Dennis Clifford oder Luke Sikma, sie alle benutzen beim Medientraining am Donnerstag das zehn Buchstaben lange Substantiv. Sie taten es, um zum Ausdruck zu bringen, wie sie, die Basketballer von Alba Berlin, das heutige Spiel drei der Play-off-Viertelfinals in der Bundesliga gegen die Baskets Oldenburg angehen wollen: mit Intensität.

Mit weniger Energie

Den Anfang machte Defensivspezialist Vargas. Auf die Frage, was man in Folge der bitteren 100:105-Niederlage nach Verlängerung in Spiel zwei anpassen müsse, antwortete er: „Wir dürfen gar nicht so viel verändern.“ Nur eine Sache: „Wir haben nicht so intensiv gespielt wie wir das zuhause gemacht haben.“

Hatten die Berliner beim eindrucksvollen 114:88-Erfolg am Sonnabend vor einer Woche noch durch eine energische Defensive und ein unaufhaltsames, weil temporeiches Offensivspiel geglänzt, so waren sie am Dienstag in Oldenburg weniger energisch. Besonders defensiv, sie ließen die Norddeutschen gewähren und handelten sich so ungewöhnlich viele Punkte ein.

Ein plausibles Konzept

Ein Umstand, den Vargas mit dem eigenen Offensiv-Spiel in Verbindung bringt: „Wir sind als Team relativ wenig gerannt“, sagte er und ergänzte: „Wenn wir die Intensität da hoch halten, kann ein Mahalbasic nicht mit uns mitlaufen.“ 

Ein Konzept, das plausibel klingt und in Spiel eins schon bestens aufging. Während gemeinter Center-Koloss Rasid Mahalbasic im langsameren Spiel zwei mit 28 Punkten der überragende Mann war, hatte er in Spiel eins sichtlich mit dem Berliner Tempobasketball zu kämpfen. Mitunter war der technisch versierte, aber durchaus schwerfällige Hüne so außer Atem, dass er nur noch über das Parkett joggen konnte.

Die Voraussetzungen sind optimal

Um den offensiv besten Oldenburger aus dem Spiel zu nehmen, soll dieser Zustand wieder herbeigeführt werden. Besonders Alba-Center Dennis Clifford dürfte sich dieser Aufgabe annehmen. „Es ist mein Job, zu rennen und ihn müde zu machen“, sagte er am Donnerstag geradeheraus, ehe auch er ergänzte: „Wir müssen insgesamt intensiver spielen.“ Forward Luke Sikma fand: „Wir müssen Einsatz und Intensität hochfahren.“

Die Voraussetzungen für den schnellen Spielstil sind optimal. Neben ihren beweglichen großen Spielern haben die Berliner eine Vielzahl junger Akteure in ihren Reihen, die für dauerhaftes Rennen prädestiniert sind. Hinzu kommt, dass sie mehr Wechselmöglichkeiten haben als die Oldenburger, deren Rotation im Grunde aus nur sieben Spielern besteht. Alba-Trainer Aito Garcia Reneses schickt regelmäßig neun, zehn Akteure für längere Zeit auf das Parkett. Basketballer, die alles daran setzen dürften, Alba eine 2:1-Führung in der Best-of-five-Serie zu verschaffen: mit Intensität und Rennerei.