Irgendwie ernüchternd: Bruno Labbadia frustrieren die Störfeuer bei seinen Herthanern zunehmend.
Foto: O. Behrendt

Berlin-Westend - Bruno Labbadia musste kurz überlegen. Auf die Frage, ob die äußerst komplizierte Lage vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart bislang zu seinen schwierigsten Situationen als Trainer gehört, sagte der 54-Jährige auf der virtuellen Pressekonferenz des Vereins: „Ich glaube, die Vorbereitung war noch nie so extrem und so kompliziert. Zuerst die Länderspielabstellungen und dann noch Corona. Das ist eine besondere Lage, die aber schon vom ersten Tag an, seitdem ich in Berlin bin, so ist. Wir müssen das Beste draus machen.“

Zuvor war es zu einem Ereignis gekommen, das der Trainer so kommentierte: „Nun ist der Worst Case eingetroffen.“ Am Donnerstagmittag vermeldete Hertha, dass Zugang Mattéo Guendouzi positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und sich nun in eine zehntägige Quarantäne begeben muss. Der 21-Jährige ist symptomfrei und ihm geht es gut, hieß es. „Das ist natürlich das Wichtigste“, so Labbadia. Nach der Rückkehr von der französischen U21-Nationalmannschaft, die der Mittelfeldspieler in zwei Partien als Kapitän aufs Spielfeld führte – er kam einmal 60 Minuten und einmal 90 Minuten zum Einsatz – wurde bei ihm am späten Dienstagnachmittag ein Corona-Test durchgeführt. Da das Testergebnis positiv ausfiel, wurde noch am Mittwochabend umgehend ein zweiter Test durchgeführt. Das Ergebnis am Donnerstagmorgen zeigte dann ebenfalls ein positives Ergebnis. Das bedeutet, dass Guendouzi, von Arsenal London ausgeliehen, nun bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantäne isoliert bleibt. Weitere Maßnahmen sind nicht nötig, da er bisher keinen Kontakt mit der Mannschaft oder anderen Mitarbeitern um das Team herum hatte.

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