Vor Derby: BR Volleys feiern „schwer erarbeiteten Sieg“

Die Berlin Volleys stimmen sich mit einem hart erarbeiteten Sieg auf das Derby bei den Netzhoppers ein. Beim Erfolg in Lüneburg hilft die Nervenstärke eines ...

ARCHIV - Volleybälle liegen in einer Halle.  a/Symbolbild
ARCHIV - Volleybälle liegen in einer Halle. a/SymbolbildSoeren Stache/dpa-Zentralbild/dp

Berlin-Cody Kessel, Außenangreifer bei den Berlin Volleys, geriet ins Schwärmen. „Das war beste Werbung für die Volleyball-Bundesliga“, urteilte der 30-jährige US-Amerikaner nach dem schwer erkämpften 3:1 (27:25, 25:27, 25:19, 31:29)-Sieg bei der SVG Lüneburg am Mittwoch. Großen Anteil am Erfolg hatten in Kessel, Anton Brehme und Antti Ronkainen ausgerechnet drei ehemalige Lüneburger Spieler, die jetzt das Trikot des Hauptstadtclubs tragen.

Die BR Volleys stehen damit auch nach vier Spielen ungeschlagen und alleine an der Tabellenspitze der Bundesliga. Sie müssen diese Position als nächstes am Sonntag im Berlin-Brandenburg-Derby bei den Netzhoppers KW-Bestensee verteidigen.

Die 1326 Zuschauer in der neuerbauten Lüneburger Multifunktionsarena erlebten eine Begegnung, die in den 125 Spielminuten Spannung bis hin zur Dramatik bot, in der beide Mannschaften aber auch recht fehlerhaft agierten. „Unser Sieg war schwer erarbeitet“, gab Ronkainen hinterher zu.

Mit der Einwechslung des 1,91 Meter großen Außenangreifers in der Schlussphase der Partie hatte Trainer Cedric Enard ein glückliches Händchen. Beim Aufschlag des Finnen wehrten die Volleys bei einem 21:24-Rückstand nervenstark drei Satzbälle des Gegners ab und holten sich beim 25:24 ihren ersten von insgesamt fünf Matchbällen.

„Für mich ist es normal, beim Aufschlag unter Druck zu sein. Das ist eben Volleyball, ich genieße solche Momente“, stellte Ronkainen lakonisch fest. Dass letztlich ausgerechnet das Service über den Spielausgang entschied, war fast schon paradox. In diesem Element schwächelten beide Teams ansonsten extrem. Die Volleys machten in den vier Sätzen 22 Aufschlagfehler bei nur fünf Assen, Lüneburg gar 25 bei immerhin neun Assen.

Verlass war bei den Berlinern erneut auf die Blockabwehr. Mit 11:6 Punkten waren die Berliner in diesem Element ihrem Gegner überlegen und das nicht zuletzt dank eines stark auftrumpfenden Anton Brehme. „Letztlich aber war es ein Sieg unseres gesamten Teams“, sagte Ronkainen.