Berlin - Dort an der Wand, das sind sie: acht Ruderer und ihr Steuermann, großformatig, schwarz-weiß, gerahmt. Kleine Schilder unter dem Foto nennen die Namen, erklären, wer wo sitzt in diesem schlanken Boot, dem Deutschlandachter, dem Bronzeachter von 1936 auf der olympischen Regattabahn in Berlin-Grünau. „Der Wikingachter“, sagt Matthias Herrmann und zeigt auf das Foto, das den Saal dominiert. Er sagt das stolz: „Wikingachter!“ Weil er ja der 1. Vorsitzende der RG Wiking ist und alle neun aus seinem Verein stammten.

Durch die Fenster im ersten Stock kann Herrmann den Teltowkanal sehen, der an dieser Stelle den Britzer Verbindungskanal kreuzt, wodurch ein kleiner See entsteht. Darüber spannt sich eine Brücke, die Autobahn. Und obwohl es grau und trübe ist an diesem Morgen, kann man sich vorstellen, wie sich gleich Bugspitzen in die Szenerie schieben, die zu Einern, Zweiern, Vierern wachsen. Dazu die Ruderer, die mit Skulls oder Riemen in Händen den Vorplatz bevölkern. So muss es zugehen am Bootshaus, wenn Trainingszeit ist. Im Moment ist Corona-Zeit.

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