Berlin-Köpenick - Wer hat im Laufe seiner Jahre nicht schon einmal darüber nachgedacht, was geworden wäre, hätte man nicht das, sondern dies getan. Wäre man doch während des Abiturs mit Berufsausbildung, ja, das gab es für meinen Jahrgang in der EOS, nicht Betriebsschlosser geworden, sondern lieber Elektromonteur. Nach Russisch hätte man dann erstens Englisch als zweite Fremdsprache lernen dürfen und hätte sich nicht mit Französisch plagen müssen. Zweitens hätte man in der DDR Schuko-Material bekommen, der Beruf stand ja im Personalausweis und man war qua Eintrag Fachmann. In einer Ware-Ware-Gesellschaft war das ein kleines Pfund.

Im Grunde ist das nicht das Ding gewesen, ob Seine oder Themse, Paris oder London. Es war ja sowieso nur in der Fantasie. Aber dann! Was studieren und vor allem wo? Man lernt andere Leute kennen, andere Kommilitonen, andere Kollegen. Aller Wahrscheinlichkeit, ja, auch das, einen anderen Partner fürs Leben. Geht man für die Ausbildung weg von zu Hause und wie weit? Kommt man nach dem Studium zurück oder wurzelt man in der Fremde, die später, mir ist es so gegangen, trotzdem Heimat wird? Wenigstens ein Stückchen.

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