Eine Koproduktion zwischen Berlin und Sachsen hat den deutschen Wasserspringern Gold eingebracht. Tina Punzel aus Dresden und Lou Massenberg vom Berliner TSC belegten an diesem Mittwoch bei den European Championships in Edinburgh im Mixed-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett den ersten Platz. Rang zwei ging an die Briten Ross Haslam/Grace Reid vor den Ukrainern Viktoria Kesar/Stanislaw Olifertschik.

Lou Massenberg hatte zum Auftakt bereits Silber im Team-Event mit Klubkameradin Maria Kurjo geholt. Er hat erneut bewiesen, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Der 17-Jährige gilt als zielstrebig und ehrgeizig. Wie sein großes Vorbild, Patrick Hausding, ebenfalls vom Berliner TSC. Der springe sehr stabil, habe selten einen richtig schlechten Sprung, hat Massenberg einmal gesagt.

Mit dem Synchron-Wettbewerb an der Seite von Tina Punzel war Massenberg sehr zufrieden. „Ich habe mitgekriegt, dass die Briten einen kleinen Abstand hatten“, sagte er. „Vor dem letzten Sprung ist man immer nervös und fängt an, ein bisschen zu zittern. Aber wir haben es ganz gut gelöst.“ Nämlich in der Manier des Vorspringers aus dem eigenen Verein.

Knapp zwei Stunden später hat dann auch noch Teamkollegin Maria Kurjo mit Bonze zugeschlagen und den Wasserspringern die vierte Medaille beschert. Im Einzelfinale vom Turm holte sie 308,15. Den Titel holte sich die Niederländerin Celine van Duijn vor der Italienerin Noemi Batki. (BLZ)