Einen Schritt schneller als sein Gegner: Albas Landry Nnoko.
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Berlin/MünchenAlba Berlin hat die erste große Hürde auf dem Weg zum Double gemeistert. "Es war zum ersten Mal Druck drauf. Das war ein erster Härtetest und den haben wir bestanden. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert", sagte Alba-Manager Marco Baldi über den 97:89-Erfolg gegen Ludwigsburg am Dienstagabend. Nicht nur, dass die Berliner als ungeschlagener Gruppensieger im Viertelfinale nun dem Dauerrivalen Bayern München aus dem Weg gehen. Sondern auch, weil sich das Team beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga entwickelt hat.

Im Viertelfinale am Donnerstag wartet nun Göttingen (16.30 Uhr/Magentasport) statt den Bayern. "Darüber bin ich sehr froh. Denn die Bayern haben immer noch mit Abstand die besten Spieler in ihren Reihen. Und sie haben immer noch alle Möglichkeiten hier Meister zu werden. Auch wenn sie noch Probleme haben. Aber die haben die anderen ja auch", sagte der 58-Jährige.

Mit dem Gruppensieg hat Alba zudem einen weiteren Tag frei. "Wir sind es schon gewohnt, mehrmals in der Woche zu spielen. Aber dieser eine freie Tag mehr und hilft uns schon sehr", sagte Trainer Aíto García Reneses. Zumal der Sieg gegen Ludwigsburg viel Kraft gekostet hat. Zudem war Spielmacher Martin Hermannsson in der ersten Hälfte auf das Steißbein gefallen und konnte anschließend nicht mehr weitermachen. "Das ist sehr schmerzhaft und wir müssen erst einmal abwarten", berichtete Baldi. Sein Einsatz gegen Göttingen ist noch offen.

So mussten andere in Bresche springen. Ein Sonderlob gab es für Flügelspieler Luke Sikma, der sich als echter Führungsspieler präsentierte. "Er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat und es eng wurde", sagte Baldi. Insgesamt überzeugte Alba aber auch als Team. "Unser Mannschaftsspiel und unser Zusammenspiel war am Ende entscheidend", fand Baldi. Insgesamt sechs Spieler trafen zweistellig. Und das gegen einen starken Gegner. "Das war eines der Teams, die man schlagen muss, wenn man hier etwas gewinnen will", sagte Nationalspieler Johannes Thiemann.

Alba hat nun alle seine vier Gruppenspiele gewonnen und ist weiter auf Titelkurs. Für Baldi ist besonders wichtig, dass sein Team trotz widriger Umstände immer einen Weg gefunden hatte. Auch gegen die Athletik und Physis der Ludwigsburger. "Sie sind ein sehr unangenehm zu spielender Gegner, eine echte Turniermannschaft. Wenn man da mit einem Sieg rauswandert, hilft das natürlich", meinte Baldi.

Das Team tankte mit jedem Sieg mehr und mehr Selbstvertrauen. Die anfängliche Unsicherheit weicht zusehends dem wiederkehrenden Selbstverständnis vom eigenen Spiel. Gegen Ludwigsburg gelangen schon wieder einige spektakuläre Angriffszüge. "Die Spieler wissen jetzt, wie es geht", benannte es der Manager.