Berlin - Die Verletzung von Nationalspieler Fabian Wiede hat Freude der Füchse Berlin trotz des deutlichen Heimsieges gegen die GWD Minden deutlich getrübt. „Wenn ein Spieler schmerzverzerrt liegenbleibt, sieht es erst einmal nicht so gut aus. Wenn er längerfristig ausfällt, würde uns das sehr, sehr wehtun“, sagte Trainer Jaron Siewert nach dem 35:25-Erfolg.

Wiede war zwölf Minuten vor dem Ende der Partie umgeknickt und musste danach unter starken Schmerzen vom Feld getragen werden. Anschließend humpelte er mit dick bandagiertem Knöchel aus der Halle. „Wenn man ihn so gesehen hat, fehlt mir für Mittwoch der Glaube“, so Siewert. Dann müssen die Berliner beim abstiegsbedrohten HBW Balingen-Weilstetten antreten (19.05 Uhr/Sky).

Und so langsam wird die Berliner Personaldecke dünn. „Ich weiß auch nicht, was wir für einen Fluch haben“, sagte Kapitän Paul Drux. Denn neben den Langzeitverletzten Marian Michalczik, Johan Koch, Nils Lichtlein und der ebenfalls verletzten Nachverpflichtung Igor Vori, fehlte wegen eines Infektes nun auch noch Abwehrspezialist Viran Morros. Für den Spanier ist die Saison auch beendet. „Der wird auf jeden Fall nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte Siewert.

Dabei haben die Füchse zwei Spieltage vor Ende zumindest noch theoretische Chancen auf den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Der THW Kiel liegt allerdings zwei Punkte vor den Berlinern und hat zudem das deutlich bessere Torverhältnis. Große Hoffnung gibt es deshalb nicht mehr. „Eigentlich müssen sie noch drei Punkte liegenlassen. Da fehlt mir so ein bisschen der Glaube“, sagte Siewert.

Aber auch so wollen die Füchse die letzten beide Spiele gewinnen. „Für uns selbst und mit Hinblick auf andere Mannschaften. Wir haben eine Verpflichtung“, sagte Drux. Denn gerade Balingen steht als Siebzehnter aktuell auf einem Abstiegsplatz. Die Füchse wollen zudem das gute Gefühl von fünf Siegen in Serie mitnehmen. „In den letzten Spielen haben wir uns überhaupt nichts vorzuwerfen, wir spielen richtig gut“, fand Drux.