Berlin - Der Frauenfußball hatte in der Fußballnation Deutschland von jeher einen schweren Stand. Vor allem männliche Zuschauer sahen in ihm eine Art „Belustigung“. 1955 verbot der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den „Damenfußball“ sogar. Erst vor 50 Jahren, am 31. Oktober 1970, wurde die Sperre aufgehoben.

Trotz der gesetzlich festgelegten Gleichberechtigung von Mann und Frau dominiert nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik weiterhin patriarchalisches Denken, auch im 1949 neu gegründeten DFB. Fußball spielende Frauen gelten als „unweiblich“ und nicht „fraugemäß“. Im Kampf um den Ball verschwinde „die weibliche Anmut, diese Kampfsportart ist der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd. Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Sittlichkeit und Anstand“, heißt es in dem einstimmig gefassten DFB-Beschluss. Am 30. Juli 1955 wird der Frauenfußball verboten.

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