Köln/Sotschi - Der Eklat um Mesut Özil und Ilkay Gündogan vor der Fußball-WM in Russland hat für viel Unruhe gesorgt – auch in der deutschen Nationalmannschaft. Gündogan hat sich bereits zu den Vorwürfen geäußert und entschuldigt. Özil hingegen schwieg bislang zu der Trikotübergabe an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Als Özil gegen Mexiko (0:1) in der Startelf stand und die deutsche Nationalhymne nicht mitsang, wurden seine Kritiker wieder lauter. Dabei singt der in Gelsenkirchen geborene Özil schon immer die Hymne nicht mit. Und dafür hat er einen Grund.

Der meist kritisierte Nationalspieler

Die Kritik an Özil gleicht einem Dauerfeuer, er steht unter Beschuss. Der 29-Jährige musste Kritik von der „Bild“-Zeitung und Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus einstecken. Die nicht mitgesungene Hymne war ein weiteres Ärgernis für seine Kritiker.

Dabei erklärte der 29-Jährige bereits vor der WM, warum er die Hymne nicht mitsingt: „Während die Hymne gespielt wird, bete ich“, sagte Özil in einem Interview mit dem Sportmagazin „Mission Titelverteidigung“. „Und ich bin mir sicher, dass diese Einkehr mir und damit auch meiner Mannschaft Kraft und Zuversicht gibt, um den Sieg nach Hause zu fahren“, so der Profi vom englischen FC Arsenal.

Özil habe schon als junger Fußballer vor den Spielen auf dem Rasen gebetet. „Und so ist es bis heute.“ Doch diese Erklärung scheinen seine Kritiker auszublenden. (mab)