Karsten Heine, Trainer des Fußball-Regionalligisten VSG Altglienicke, läuft im Müggelheimer Forst.
Foto: Imago Images

BerlinFür die vielen Spaziergänger, die im idyllischen Müggelheimer Forst Erholung suchen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie unterwegs den Cheftrainer der VSG Altglienicke beim Joggen erleben können. Karsten Heine, 65, wohnt in Köpenick und hat dieses großzügige Revier für seine regelmäßigen Läufe entdeckt. „Früher“, erzählt Heine, einst als laufstarker Mittelfeldspieler in der DDR-Oberliga beim 1. FC Union und bei Stahl Brandenburg aktiv, „bin ich durch den Grünauer Forst gerannt. Aber ich wohne nun mit meiner Familie in einer anderen Ecke von Köpenick, laufe in Wendenschloss und eben im Müggelheimer Forst.“ Dort gibt es unzählige Waldwege, die zum Laufen oder Walken einladen.

„Ich muss mich regelmäßig bewegen“, sagt Heine, der noch immer eine drahtige, durchtrainierte Figur besitzt und so auch als Vorbild für seine vielen jungen Spieler dienen kann. Heine gehört dabei nicht in die Kategorie Trainer, die bei den zahlreichen Laufeinheiten ihrer Mannschaften vorneweg rennen und etwa das Tempo angeben wollen. „Das habe ich nie in meiner langen Trainerlaufbahn getan“, sagt Heine, „ich habe lieber die Beobachter-Position eingenommen.“

Aber für die eigene Fitness hat er schon lange das Joggen entdeckt. „Ich laufe etwa viermal in der Woche und gehe auch auf den Crosstrainer“, so Heine, „meist so zwischen 35 und 60 Minuten. Die ersten drei, vier Jahre nach dem Ende meiner Karriere als Spieler habe ich das vernachlässigt, aber danach gehört das Laufen seit vielen Jahren zu meinem Leben, zu meinen Abläufen.“

Heine will beim Joggen im Müggelheimer Forst keine Rekorde aufstellen. „Ich habe mich mit einem Kardiologen beraten und laufe mein eigenes Tempo, bei dem ich mich wohlfühle. Die Streckenlänge ist mir dabei völlig egal, ich will in meinem Pulsbereich bleiben.“ Der liegt wohl etwa bei 100 bis 120. Eine oft zitierte Regel besagt ja, der ideale Puls beim Joggen errechne sich so: 180 minus das Lebensalter. Karsten Heine liegt also mit seinem Lauftempo richtig.  „Ich möchte vom Tagesgeschäft abschalten“, sagt der Trainer. „Ich renne immer alleine, aber ich würde mich dennoch freuen, andere durch meine Aktivitäten zu mehr Bewegung animieren zu können.“