Am 8. Mai 1974 besiegt der 1. FC Magdeburg den AC Mailand und gewinnt den Europapokal.
Am 8. Mai 1974 besiegt der 1. FC Magdeburg den AC Mailand und gewinnt den Europapokal.

Berlin - Selbst Legenden kommen in die Jahre. Nirgendwo ist das besser zu beobachten als bei Heimspielen des 1. FC Magdeburg. Wolfgang „Paule“ Seguin, 74, der Dauerbrenner, ist nach wie vor drahtig und hat volles, aber gänzlich grau-weißes Haar; Manfred Zapf, 73, der kernige Kapitän der einst goldenen Generation, hat an Statur gewonnen, an Beweglichkeit zugleich verloren; Martin Hoffmann, 65, als damaliges Küken ein Jahrhunderttalent, trauert seinen dereinst unverwüstlichen Gelenken nach; Joachim Streich, 69, nach Länderspielen und erst recht nach Toren DDR-Rekordmann, ist wegen eines künstlichen Hüftgelenks nicht mehr ganz so brandgefährlich. Die Helden von einst mögen es nicht persönlich nehmen, irgendwie aber stehen sie sinnbildlich für den Zustand des einzigen Europapokalsiegers der DDR, der 1974 bei den Pokalsiegern den großen AC Mailand mit dessen damaligem Trainer Giovanni Trapattoni und den Superstars Gianni Rivera und Karl-Heinz Schnellinger 2:0 besiegte: Es ist eine ziemlich zertrümmerte Tradition.

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