Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig hat seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit auch in der Top-Partie des achten Spieltages bei Erstliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern gewahrt. Die Niedersachsen erkämpften sich beim viermaligen deutschen Meister ein 1:1 (0:1). Orhan Ademi glich eine Viertelstunde vor dem Ende aus, nachdem Florian Dick den ebenfalls noch ungeschlagenen FCK in der 25. Minute in Führung gebracht hatte. In der Schlussphase sah der Lauterer Thomas Riedl die Rote Karte.

Im Gegensatz zu Braunschweig und Kaiserslautern erlitt Energie Cottbus beim 1:3 im packenden Ost-Derby am Samstag bei Union Berlin die erste Niederlage und verpasste den Sprung auf Platz eins. „Nach dem Rückstand wollten die Jungs zu viel. Daran sieht man, dass wir noch keine Spitzenmannschaft sind“, sagte Trainer Rudi Bommer, der seinen Spielern trotzdem ein Kompliment aussprach: „Sie haben gezeigt, dass sie gierig sind.“

Zweite Rote Karten in Berlin

Simon Terrode (35.), Christopher Quiring (55.) und Jörn Jopek in der zweiten Minute der Nachspielzeit trafen für Union. Für Cottbus hatte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Daniel Adlung (50.) gereicht. Torjäger Boubacar Sanogo scheiterte in der 70. Minute mit einem Strafstoß an Berlins Torhüter Daniel Haas. Bei Union sah Fabian Schönheim vor dem Elfmeter wegen einer Notbremse ebenso die Rote Karte wie Adlung sechs Minuten später nach Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten.

Neben Braunschweig und Kaiserslautern bleibt auch 1860 München ohne Niederlage. Die „Löwen“ hatten beim 4:0 gegen Aufsteiger SV Sandhausen keine Mühe und festigten ihren Platz im Vorderfeld. Davon ist der VfL Bochum weit entfernt. Die Bochumer kamen gegen den FC Ingolstadt nicht über ein 1:1 hinaus. Dynamo Dresden gewann das Kellerduell gegen Erzgebirge Aue 3:1. Roman Bregerie brachte die Gastgeber mit zwei Toren innerhalb von vier Minuten (24. und 28.) auf die Siegerstraße.

Bereits am Freitag hatte der 1. FC Köln durch ein 2:1 beim SC Paderborn den zweiten Sieg in Folge gefeiert und seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Dagegen hielt die Misere des FC St. Pauli beim 0:3 bei Jahn Regensburg auch nach der Entlassung von Trainer Andre Schubert an. Hertha BSC Berlin schließt den Spieltag (Montag, 20.15 Uhr) beim bislang sieglosen Tabellenletzten MSV Duisburg ab. (dapd)