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Routinier Labrie und Perspektivspieler Streu: Eisbären binden Sturm-Duo

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105 Kilo schwer: Labrie (r.) bringt die physische Komponente ins Eisbären-Spiel.

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City-Press GmbH

Auch im fortgeschrittenen Sportleralter ergeben sich unentdeckte Möglichkeiten. So wie bei Pierre-Cédric Labrie. Der 32 Jahre alte Eishockeyspieler lief in seiner Karriere einst in der NHL, der stärksten Liga der Welt, auf – doch in Europa spielte der Frankokanadier bislang noch nie. Für ihn sei das also völliges Neuland. Er habe sich aber schneller an die große Eisfläche gewöhnt, als erwartet. Zusammen mit Perspektivspieler Sebastian Streu, 19, spielte Labrie in den vergangenen sechs Wochen bei den Eisbären vor – und überzeugte. Deshalb haben die Verantwortlichen des EHC die beiden Stürmer jüngst unter Vertrag genommen.

Vertrag über die Saison hinaus

„Beide Stürmer haben sich sehr gut ins Team eingefügt und sind während der Vorbereitung ein fester Bestandteil der Mannschaft geworden“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Wären die Eisbären nicht um die Ecke gekommen, hätte sich Labrie wohl ganz auf seine Karriere als Trainer fokussiert. Der Routinier spielte in der Vorsaison nur noch in der dritten nordamerikanischen Liga bei Wichita Thunder, weil er nebenbei auch als Assistenztrainer arbeiten wollte. Doch schon nach seinem ersten Schnuppertag bei den Eisbären wusste Labrie, der zwischen 2011 und 2014 für Tampa Bay in der NHL auf 46 Einsätze kam (zwei Tore, drei Vorlagen), „dass ich bleiben möchte“. Der bullige Stürmer – 105 Kilo schwer – wird das Eisbären-Spiel durch seine physische Komponente bereichern.

Sebastian Streu ist deutscher U20-Juniorennationalspieler und der Sohn von EHC-Assistenztrainer Craig Streu. „Ich freue mich sehr über meinen ersten Profivertrag. Das ist eine große Herausforderung“, sagt der Angreifer, dessen Kontrakt im Übrigen, anders als bei Labrie, über die Saison hinausgeht. 

Das Duo wird heute im letzten Härtetest beim HC Dynamo Pardubice (19 Uhr) auflaufen, ehe die DEL-Saison am 13. September mit dem Heimauftakt gegen Wolfsburg startet. Die angeschlagenen Vincent Hessler, Kai Wissmann, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Sean Backman, James Sheppard und Mark Olver fehlen.